Zahlen keine Überraschung

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Waldeck-Frankenberg. Weihnachten fiel aus, Geschenke gab es nicht für den Arbeitsmarkt in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Alles

Waldeck-Frankenberg. Weihnachten fiel aus, Geschenke gab es nicht für den Arbeitsmarkt in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Alles andere als eine Überraschung. Denn dass die Arbeitslosigkeit aktuell stieg, ist saisonüblich und entspricht absolut den Erwartungen.So kletterte die Arbeitslosenquote zwar auf 4,8 Prozent, stellt damit aber immer noch den zweitniedrigsten Dezember-Wert seit 1998. Vor einem Monat betrug sie 4,5 Prozent und vor einem Jahr 4,7 Prozent. Danach sind im gesamten Agenturbezirk momentan 8.594 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet, 599 mehr als November und 259 mehr als im Dezember 2011.Beide Landkreise melden sich im Berichtsmonat mit der identischen Quote von 4,8 Prozent. Binnen Monatsfrist entspricht das einem ähnlichen Zuwachs, nämlich um 0,4 Punkte für Schwalm-Eder und um 0,3 Punkte für Waldeck-Frankenberg.

Arbeitslosenquote im Jahresvergleich gesunken

Im Jahresvergleich zeigt sich dagegen eine größere Diskrepanz. So stieg in Schwalm-Eder die Quote von 4,4 Prozent im Dezember 2011 durch eine Zunahme von 21,4 Prozent im Rechtskreis SGB III ungewöhnlich stark an.Dagegen sank in Waldeck-Frankenberg die Quote von 4,9 Prozent im Dezember 2011 binnen Jahresfrist leicht. Hier liegt die Ursache in 7,8 Prozent weniger Leistungsempfängern des Rechtskreises SGB II. Außerdem konnten besonders Frauen (minus 6,9 Prozent) und Jugendliche (minus 12,8 Prozent) erfolgreich vermittelt werden.Für den gesamten Agenturbezirk ist festzustellen, dass die Arbeitslosigkeit bei unter 20jährigen, Älteren über 55 Jahren und Langzeitarbeitslosen im Rechtskreis SGB II aktuell zwar saisonüblich, aber stärker als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre gewachsen ist. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es in allen Personengruppen mehr Arbeitslose, einzig die Frauen sind hier eine Ausnahme."Es ist keine Überraschung, dass sich im ersten Wintermonat mehr Arbeitslose gemeldet haben", betont Manfred Hamel, Geschäftsführer operativ der Agentur für Arbeit Korbach. "Sorgen macht dagegen, dass Arbeitgeber weniger neue Mitarbeiter suchen", unterstreicht Hamel und setzt hinzu: "Nicht nur der Bestand und der Zugang gemeldeter Offerten ging im Dezember wie auch in den vergangenen Monaten zurück, auch die Qualität der Jobangebote hat sich zum Nachteil potentieller Mitarbeiter verändert." So beinhalte der aktuelle Pool offener Jobs im Vergleich zum Vorjahr 17,8 Prozent weniger sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsmöglichkeiten, aber 13,8 Prozent mehr geringfügige Arbeitsstellen. "Auch Kurzarbeit ist wieder ein Thema in der Wirtschaft, übrigens in ganz Hessen. Das belegen verstärkte Beratungsanfragen der Unternehmen, die für uns auch ein Zeichen für eine gewisse Verunsicherung in den Betrieben sind", erläutert der Geschäftsführer.

Landkreis Waldeck-Frankenberg

4.101 Personen waren im Dezember im Landkreis Waldeck-Frankenberg arbeitslos gemeldet, 295 mehr als im Vormonat und 50 weniger als im Vorjahresmonat.Dies gliedert sich wie folgt auf: 1.979 Menschen ohne Arbeit waren im Dezember in Korbach und Bad Wildungen registriert. 1.203 Arbeitslose meldet die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat. 919 Menschen ohne Beschäftigung sind in der Geschäftsstelle Bad Arolsen aktuell erfasst.

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