10.000 Euro Kosten für nicht erfolgten Waldverkauf - SPD und Grüne erteilen Windeltonne klare Absage

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Kollage: Apel/Fotos: Pixelio

Eschwege. Gleich mit einem Paukenschlag begann die  Eschweger Stadtverordnetensitzung am Donnerstag. Bürgermeister Alexander Heppe stellte die Gesam

Eschwege. Gleich mit einem Paukenschlag begann die  Eschweger Stadtverordnetensitzung am Donnerstag. Bürgermeister Alexander Heppe stellte die Gesamtkosten da, die durch die von der SPD gewollte Prüfung und Vorbereteitung zum Verkauf von städtischem Wald entstanden sind. Wie bereits berichtet war es dann dieselbe SPD, die sich gegen einen Waldverkauf aussprach.Heppe führte aus, dass insgesamt 14 Mitarbeiter der Verwaltung über einen Zeitraum von einem Jahr immer wieder mit den Vorbereitungen zum Verkauf von Teilen des Waldes beteiligt waren. Diese Verwaltungs-Mitarbeiter leisteten hierfür  zusammen 136 Arbeitsstunden ab. Arbeitskosten hierfür laut Heppe: 4.500 Euro. Dazu kommen noch über 5.000 Euro für verschiedene Gutachten und noch ein paar hundert Euro für sonstige Ausgaben. Unterm Strich stehen knapp über 10.000 Euro Gesamtkosten für die Prüfung und Vorbereitung des Verkaufs von städtischem Wald.

Windeltonne abgelehnt

Da der einstige Windelbonus im Zuge der Haushaltskonsolidierung "tot gemacht wurde”, wie es CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Schneider ausdrückte, wolle die Eschweger CDU jetzt eine Windeltonne einführen. "Wir haben ein Modell gefunden, dass sich an anderen Stellen in Deutschland bewährt hat”, so Schneider. Nach dem erhalten die berechtigen Haushalte – Familien mit Kleinkindern und inkontinente Menschen – eine separate Tonne. Als Kosten nannte Schneider 3,90 pro Tonne, also den halben Betrag der Restmülltonne, die die Nutzer zu tragen hätten. "Die Windeln werden dadurch nicht kostenlos entsorgt, aber sehr günstig und wir entlasten Familien und ältere Menschen”, so Schneider. "Im schlechtesten Fall entstehen dadurch Kosten für die Stadt in Höhe von 71.000 Euro”, rechnet Schneider vor.

Genau diese Rechnung nannte Jörg Heinz von der SPD eine "Milchmädchenrechnung". Der Antrag sei Unsinn, rechtlich wie finanziell. Die wahren Kosten lägen bei 150.000 Euro. Kalkuliere man Einnahmen von 30.000 Euro blieben immer noch 120.000 Euro Kosten für die Stadt. "Und das kann sich Eschwege nicht leisten”, sagt Heinz. Windeln seien normaler Restmüll, warum also eine Extratonne genau für diese Windeln einführen, fragte Heinz. Das sei absoluter Unsinn. Die SPD wolle lieber weiterhin Geld in die Schaffung von Plätzen für unter Dreijährige in den Kindertagesstätten investieren. "Wir haben bisher 55 neue Plätze geschaffen und werden weitere folgen lassen”, sagt Heinz.

Während sich Jutta Thiele (FDP) und Andreas Hölzel (FWG) für die Windeltonne aussprachen, lehnten die Grünen um Lothar Dietrich den Plan der CDU ab. Und somit wurde mit den Stimmen von rot/grün der Antrag der CDU auf Einführung einer Windeltonne abgelehnt.

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