27-jähriger Tramper mit Messer bedroht und beraubt

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Göttingen/Kassel/Autobahn A 7. Täter fuhren mit dunklem Toyota Corolla und weißem Kleinbus Richtung Süden.

Göttingen/Kassel/Autobahn A 7. Ein 27 Jahre alter Mann aus Frankfurt am Main, der gestern Mittag als Anhalter mitgenommen wurde, ist während der Fahrt zwischen Göttingen und Kassel von den drei männlichen Insassen eines dunklen Toyota Corolla mit dem ungarischen Autokennzeichen LNH 131 bedroht und schließlich beraubt worden. Nachdem der Tramper knapp 250,- Euro Bargeld ausgehändigt hatte, durfte er in Höhe der Anschlussstelle Kassel-Mitte auf dem Standstreifen der A 7 aussteigen. Anschließend fuhr der dunkle Pkw, der von einem älteren weißen Kleinbus, in dem auch Frauen und Kinder mitfuhren, begleitet wurde, in Richtung Süden weiter.

Täter drohte mit Messer

Der 27-Jährige stoppte auf dem Parkplatz an der A 7 in Fahrtrichtung Süden hinter der Anschlussstelle Kassel-Mitte eine Funkstreife der Polizeiautobahnstation Baunatal und berichtete den Beamten, etwa eine Viertelstunde zuvor beraubt worden zu sein. Er gab an, gegen 13 Uhr als Tramper auf dem Rasthof Göttingen in einen ungarischen Pkw eingestiegen zu sein, da ihm die Mitfahrt zu seinem Zielort nach Frankfurt anboten wurde. Beim Platznehmen auf dem Beifahrersitz seien zwei weitere Männer im Fond des Autos eingestiegen. Zudem soll der Pkw von einem älteren weißen Kleinbus begleitet worden sein, in dem mindestens zwei Männern, zwei Frauen und zwei maximal fünf Jahre alte Kinder mitfuhren. Bereits unmittelbar nach Fahrtantritt haben die Männer, die wenige Worte Deutsch sprachen, in schlechtem Englisch nach Geld gefragt. Zunächst forderten sie ein paar Euro, im weiteren Verlauf verlangten sie mit den Worten "Money, Money", "Mobile" und "Document" höhere Werte. Die Stimmung wurde dem Opfer zu Folge zunehmend aggressiver und gipfelte darin, dass der hinter ihm sitzende Mann mit einem Taschenmesser drohte. Eingeschüchtert habe der 27-Jährige schließlich seine gesamte Barschaft, knapp 250,- Euro, an die Männer ausgehändigt. Erst daraufhin stoppte die Fahrt auf dem Seitenstreifen der A 7 im Bereich der Anschlussstelle Kassel-Mitte. Das Opfer durfte schließlich gegen13.45 Uhr aussteigen. Die beiden Fahrzeuge fuhren daraufhin in Richtung Süden weiter, der Frankfurter machte sich zu Fuß auf den Weg zum Rasthof Kassel und wurde schließlich von der Funkstreife auf dem in der Nähe an der A 7 gelegenen Parkplatz von den Autobahnpolizisten angetroffen.

Fahrzeuge stoppten zwischendurch zwischen Göttingen und Kassel

Wie der 27-Jährige in seiner Vernehmung weiterhin angab, stoppte die Fahrt zwischen Göttingen und Kassel einmal. Der Pkw hielt dabei so knapp an der rechten Leitplanke auf dem Seitenstreifen, so dass dem Opfer eine Flucht nicht möglich war, da sich die Beifahrertür nur einen Spalt öffnen ließ. Der Fahrer des weißen Kleinbusses sei zu dieser Zeit an die Fahrertür gekommen und habe kurz mit dem Autofahrer in ausländischer Sprache gesprochen. Nach etwa nur einer halben Minute ging die Fahrt schließlich weiter.

Einem Täter fehlt Fingerkuppe

Der 27-Jährige konnte die Täter und auch die im weißen Kleinbus sitzenden Begleiter nur sehr vage beschreiben. Alle sollen ein südosteuropäisches Äußeres gehabt haben. Insbesondere die drei Männer, die ihn im Pkw unmittelbar begleitet und bedroht hatten, sollen einen dunklen Hautteint und dunkle kurze Haare gehabt haben.Der Fahrer soll etwa 35 Jahre, die beiden hinten sitzenden ca. 45 Jahre alt gewesen sein. Dem 27-Jährigen zu Folge fiel ihm auf, dass dem Mann, der hinter ihm gesessen hatte und der mit dem Messer gedroht hatte, die Fingerkuppe des linken Zeigefingers fehlte.

Die für Raubdelikte zuständigen Beamten des Kommissariats 35 der Kasseler Kripo bitten Zeugen, die verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sich unter 0561 / 9100 beim Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel zu melden.

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