Mit 3,62 Promille: 103-facher (!) Intensivstraftäter versuchte Einkaufsmarkt zu überfallen

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Der 47-Jaehrige bedrohte den Marktleiter mit einer sogenannten Soft-Air-Pistole und den Worten: „Jetzt keine Maetzchen.“ Foto: Archiv

Bad Hersfeld. Endstation Justizvollzugsanstalt für einen 103-fachen Intensivstraftäter aus Bad Hersfeld: Kurz nachdem der 47-Jährige am Montagabend

Bad Hersfeld. Endstation Justizvollzugsanstalt für einen 103-fachen Intensivstraftäter aus Bad Hersfeld: Kurz nachdem der 47-Jährige am Montagabend den Leiter eines Einkaufsmarktes in Bad Hersfeld mit einer Soft-Air-Pistole bedroht hatte, klickten die Handschellen.

Die Chronologie des "Falles": Der 47-Jährige hatte am Montagabend, 17. September, gegen 19.20 Uhr, unter dem Vorwand ein Bewerbungsgespräch führen zu wollen, das Büro des Marktleiters betreten. Da der Beschuldigte stark alkoholisiert war, schickte ihn der 51-jährige Marktleiter nach Hause.

Der 47-Jährige verließ das Büro auch, kam aber kurze Zeit später mit einer gezogenen Waffe, einer sogenannten Soft-Air-Pistole, zurück und bedrohte den Marktleiter mit den Worten: "Jetzt keine Mätzchen." Offenbar wollte der 47-jährige nun Geld.

Der Markleiter stand auf und ging in Richtung einer Kasse. Als er unmittelbar neben dem 47-jährigen stand, nahm er ihm die Waffe aus der Hand und drückte den Mann zu Boden. Dabei rief der Marktleiter laut um Hilfe. Zwei Angestellte des Marktes kamen ihm zu Hilfe. Gemeinsam gelang es ihnen, den Mann zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten.

Ein dann durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,62 Promille. Polizeipressesprecher Manfred Knoch: "Da kann sich ein Normalbürger nicht mehr auf den Beinen zu halten, geschweige denn ein Bewerbungsgespräch führen."

Der Tatverdächtige ist bei der Polizei kein Unbekannter. Er ist als Mehrfachintensivtäter der Hersfelder Kriminalpolizei bestens bekannt, da er schon in 103 (!!!) Fällen wegen Eigentums-, Betrugs-, und Gewaltdelikten polizeilich in Erscheinung getreten ist. Gegen ihn wurde ein Strafverfahren wegen versuchter räuberischer Erpressung eingeleitet.

Im Januar hatte der 47-jährige einen Wohnungseinbruch in Bad Hersfeld begangen. Dafür wurde er in der Zwischenzeit vom Bad Hersfelder Amtsgericht zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt. Da er die Haftstrafe noch nicht angetreten hatte, wurde von der Staatsanwaltschaft in Fulda ein Haftbefehl zur Strafvollstreckung ausgestellt. Im Anschluss wurde er von der Polizei direkt in eine hessische Justizvollzugsanstalt gefahren.

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