38-Jähriger aus dem Werra-Meißner in Thailand festgenommen

Am Montag, 21. Februar 2011, wurde ein aus Meinhard bei Eschwege stammender 38-jähriger Mann auf der thailändischen Ferieninsel Phuket von den dorti

Am Montag, 21. Februar 2011, wurde ein aus Meinhard bei Eschwege stammender 38-jähriger Mann auf der thailändischen Ferieninsel Phuket von den dortigen Polizeibehörden festgenommen. Nach diesem Mann wurde seit geraumer Zeit mit internationalem Haftbefehl wegen Betrugstaten gefahndet. Die nunmehr erfolgte Festnahme ist auf die gute Zusammenarbeit von der Polizeidirektion Werra-Meißner (Kriminalpolizei Eschwege), der Staatsanwaltschaft Kassel, dem Hessischen Landeskriminalamt, dem Bundeskriminalamt, der Deutschen Botschaft in Bangkok und den thailändischen Ermittlungsbehörden zurückzuführen.

Hintergrund:

Im Oktober 2004 setzte sich der damals 32-jährige Meinharder aus Deutschland nach Südostasien ab. Erste Erkenntnisse über seinen neuen Aufenthaltsort erlangten die ermittelnden Kriminalbeamten aus Eschwege im Rahmen des Informationsaustausches nach der Tsunami-Katastrophe im Dezember 2004. Mit dem internationalen Haftbefehl wird dem Beschuldigten vielfacher gewerbsmäßiger Betrug vorgeworfen. So soll er bereits ab dem Jahr 2004 bis zu seiner Festnahme seinen Lebensunterhalt durch die Begehung von Straftaten (Warenbetrügereien im Internet) bestritten und dabei eine Vielzahl von Personen sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz geschädigt haben. Der angerichtete Vermögensschaden soll sich auf mehrere hunderttausend Euro belaufen. Der Festgenommene soll sich bei den Taten hauptsächlich Internetauktionsplattformen bedient haben. Auf diesen soll er hochpreisige Waren zum Schein angeboten und sich sodann die Kaufbeträge per Vorkasse überwiesen lassen haben. Dabei soll er auch Personen, die er unter Verwendung von Legenden (Aliasnamen, Scheinfirmen) unter Vortäuschung seiner Seriosität und Lieferfähigkeit angeworben haben soll, als Warenagenten eingesetzt haben. Diese Warenagenten führten z.T. die Internetauktionen eigenhändig durch. Sie selbst sollen, nachdem die Waren nicht geliefert werden konnten und die Käufer ihr Geld wiederhaben wollten, durch die Taten des Beschuldigten zum Teil in erhebliche finanzielle Schwierigkeiten gebracht worden sein.

Es wird gebeten, weitere Anfragen an die Pressestelle der Staatsanwaltschaft in Kassel zu richten.

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