„A44 ist kein Spielball“

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Rentsch und Bomba bekräftigen WeiterbauWaldkappel/Bischhausen. "Wir sehen uns in letzter Zeit öfter hier in Nordhessen", so begrüßte Sta

Rentsch und Bomba bekräftigen Weiterbau

Waldkappel/Bischhausen. "Wir sehen uns in letzter Zeit öfter hier in Nordhessen", so begrüßte Staatssekretär Rainer Bomba heute die Gäste beim Spartenstich zur Anschlussstelle zwischen Waldkappel und Bischhausen. Die Anschlussstelle selbst sollte ursprünglich nur provisorisch errichtet werden, da dort die Grenze zwischen zwei Bauabschnitten verläuft – Hasselbach Waldkappel/Ost (VKE 33) und Waldkappel/Ost bis Hoheneiche (VKE 40.1). Der Baubeginn für den Anschluss soll erst 2014 erfolgen. Mit der Baumaßnahme wird ein Teil des Bauabschnittes VKE 40.1 vorgezogen.

"Auch wenn die Baufreigabe des sich daran anschließenden Abschnittes 40.1 damit noch nicht erfolgt, leisten wir mit dem Anschluss bei Waldkappel einen effektiven Beitrag für den Projektfortschritt der A 44", so Bomba. Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Florian Rentsch ergänzte, dass es keine Alternative zur Autobahn gebe und man dieses Projekt zum Abschluss bringen werde.

Im vergangenen Jahr forderten die Grünen-Bundestagsabgeordneten Daniela Wagner, Nicole Maisch und Stephan Kühn den Bau, der noch nicht begonnenen Teilstücke der A 44 von Waldkappel bis Wommen, um Baukosten von rund 766 Millionen Euro einzusparen, zu stoppen.Kein Platz für kurzfristige Interessen

"Die A 44 ist nur dann sinnvoll, wenn man sie vollständig errichtet. Es macht also keinen Sinn, diese teilweise auf Bundesstraßen fortzuführen, wie dies einige Politiker fordern", so Minister Rentsch.Auf die Frage, wie es sich mit dem Weiterbau der Autobahn verhalte, wenn es bei den Bundestagswahlen im September etwa zu einer Koalition zwischen Union und Grünen käme, antwortete Bomba: "Die Autobahn ist kein Spielball für die Wahl und kurzfristige Interessen. Dieses Projekt und seine Planung geht weit über die Wahl, Legislaturperioden und Parteien hinaus."

Die Grünen selbst lehnen den Weiterbau der A 44 ab. Auf der Homepage der Grünen Landtagsfraktion in Hessen hieß es zum Urteil des Bundesverwaltungsgerichts am 28. März: "Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen bedauert die Abweisung der Klage des Umweltschutzverbandes BUND gegen den Weiterbau der A44 durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig. (...) Diese Autobahn ist aus Sicht der Grünen ökologisch wie ökonomisch absolut unsinnig."

"Ich möchte nicht verhehlen, dass ich mir nach dem Erfolg Hessens vor dem Bundesverwaltungsgericht im Frühjahr, ein deutlicheres Signal von der Bundesregierung erhofft hatte", sagte Minister Rentsch. "Die Bürger entlang der Strecke sind in Sorge, dass das Vorhaben auf dem jetzigen Stand eingefroren wird. Wir sollten diesen Befürchtungen entgegentreten. Die A 44 ist von größter Bedeutung für die gesamte Region und für das nationale Straßennetz."

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