A44: Schulung und mehr Ausrüstung für unsere Feuerwehren

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Die Zustaendigkeit fuer Strassentunnel stellt fuer die Feuerwehren eine grosse Herausforderung dar. Foto: Privat

Informationsabend in Waldkappel für die Feuerwehren an der künftigen A44Auf Einladung des Brand- und Katastrophenschutzes beim Regierungspräsidium

Informationsabend in Waldkappel für die Feuerwehren an der künftigen A44

Auf Einladung des Brand- und Katastrophenschutzes beim Regierungspräsidium Kassel trafen sich am Dienstag im Feuerwehrhaus Waldkappel die Bürgermeister und Brandinspektoren der Städte und Gemeinden entlang der künftigen A44 zwischen Kassel und Herleshausen sowie die stellv. Kreisbrandinspektoren des Landkreises Kassel und des Werra-Meißner-Kreises, um sich über die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr entlang dieser Strecke zu informieren.

Vertreter des Hessischen Innenministeriums, der Landesfeuerwehrschule, des Regierungspräsidiums und von Hessen-Mobil stellten die baulichen und brandschutztechnischen Einrichtungen der Tunnelanlagen, den im Expertenkreis entwickelten Rahmeneinsatzplan, das Fortbildungskonzept und die vom Land geförderte Zusatzausrüstung für die Brandbekämpfung im Tunnel vor und gingen auf die Fragen der Beteiligten ein. Erwin Baumann, Leiter des Sachgebietes Brand- und Katastrophenschutz beim Regierungspräsidium, erläuterte: "Mit dem vorliegenden Rahmeneinsatzplan soll der einheitliche "Rahmen" für diese Gefahrenabwehrplanung gesetzt werden. Die Zuständigkeit für Straßentunnel stellt für die Feuerwehren eine große Herausforderung dar, die über die bisherigen hinausgeht. Deshalb ist ein einheitliches und gemeinsames Wirken aller Beteiligten erforderlich."

Dieser Entwurf des Rahmeneinsatzplans ist das Ergebnis enger und ausgiebiger Beratungen der Beteiligten beider Landkreise, des Regierungspräsidiums und von Hessen Mobil, die seit mehr als zehn Jahren stattfinden. Die Feuerwehren haben nunmehr bis Mitte April Zeit, um sich noch einmal zu dem Konzept zu äußern. Danach setzten sich die Beteiligten wieder zusammen. "Anregungen und Änderungswünsche sind willkommen, wir werden diese erörtern und in den Rahmeneinsatzplan entsprechend einpflegen" so Erwin Baumann. Er wurde zu diesem Zeitpunkt vorgestellt, weil jetzt die Arbeiten an den großen Tunnelbauwerken beginnen. "Es ist wichtig", so Baumann, "dass diese Pläne so aktuell wie möglich sind und sich bei der Einübung bis zur Verkehrsfreigabe der langen Tunnels bewähren können."

Die ersten Fortbildungen für die Tunnelbrandbekämpfung an der Landesfeuerwehrschule finden bereits im Juni 2013 statt. Diese sind speziell für die Führungskräfte der Autobahnfeuerwehren der BAB 44 konzipiert und vorgesehen. Das Land Hessen wird die Kosten für die Schulungsveranstaltungen komplett tragen, so dass die Kommunen nicht belastet werden.

Des Weiteren stellt das Land Hessen für die ergänzende Zusatzausstattung der Feuerwehren mit Tunnelanlagen Fördermittel in Höhe von 240.000,- € zur Verfügung. Mit 100 Prozent werden für jede Feuerwehr zwei Wärmebildkameras, sechs Langzeit-Atemschutzgeräte, 18 Brandfluchthauben, drei Koffer mit besonderen Blitzleuchten sowie sechs Suchstöcke gefördert. "Mit dieser einheitlichen Ausstattung sind wir gut aufgestellt" so Erwin Baumann.

Neben der Zusatzausstattung wurde auch die Sicherheit in den Tunnelanlagen thematisiert. Hessen Mobil zeigte alle sicherheitstechnischen Einrichtungen und Anlagen auf. Danach waren sich die Anwesenden einig, die Tunnel entlang der BAB 44 werden nach Fertigstellung die Sichersten in ganz Deutschland.

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