Das ändert sich 2014

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Durch die Erhöung der Tabaksteuer ab 1. Januar, könnte das Rauchen erneut teurer werden. Foto: ZIHE - Fotolia

Region. Wir haben die wichtigsten Neuerungen für Sie zusammengestellt.

Region. Der Jahreswechsel bringt nicht nur gute Vorsätze und einen gepflegten Neujahrs-Kater mit sich, sondern auch viele gesetzliche Neuerungen. Porto, Gesundheitskarte, Hartz IV, Handy-Roaming: 2014 bringt für die Bürger einige Änderungen. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt.

Hartz-IV-Satz steigt 

Gute Nachrichten für die gut sechs Millionen Bezieher von Hartz-IV-Leistungen. Ihr Regelsatz steigt für Alleinstehende von 382 auf 391 Euro. Das ist ein Plus von 2,35 Prozent. Leben zwei Erwachsene in einer Bedarfsgemeinschaft, so erhalten sie jeweils 353 Euro, acht Euro mehr als bisher. Für Kinder gibt es je nach Alter einen Zuschlag zwischen 5 und 7 Euro.

Gesundheitskarte wird Pflicht 

Ab 1. Januar ist die alte Krankenkassenkarte ungültig – egal, welches Ablaufdatum auf der Karte steht. Es gelten nur noch die neuen elektronischen Gesundheitskarten mit Passfoto. Außerdem tragen die neuen Karten eine neue, lebenslang gültige Versicherungsnummer. Wer bisher noch keine neue Karte hat, wird trotzdem behandelt. Es gilt eine Übergangsfrist bis Ende September.

Mehr Betreuungsgeld

Ab 1. Januar gibt’s mehr Betreuungsgeld: 150 Euro pro Monat bekommen Eltern, die ihr unterdreijähriges Kind nicht in einer Kita betreuen lassen.

Warmwasserzähler müssen neu sein

Nach der Heizkostenverordnung müssen Vermieter im neuen Jahr geeichte Warmwasserzähler und Heizwärmemessgeräte eingebaut haben. Bei unzumutbarem Aufwand kann sich der Vermieter davon allerdings befreien lassen.

Porto wird teurer

Das Porto für den Standard-Brief wird teurer und steigt von 58 auf 60 Cent.

SEPA kommt

Im Februar startet das europäische Zahlungssystem Sepa ("Single Euro Payments Area"). Für Transaktionen in Euro müssen Bankkunden sich im einheitlichen Zahlungsraum an Kontonummern mit 22 Stellen gewöhnen. Vom 1. Februar 2014 an müssen Unternehmen, Vereine und die öffentliche Verwaltung das Sepa-System anwenden. Verbraucher können noch bis zum 1. Februar 2016 ihre herkömmliche Kontonummer und Bankleitzahl nutzen.

Lappen bei acht Punkten weg

Zum 1. Mai greift für Autofahrer ein neues Punktesystem. Anstelle der jetzigen Skala von 1 bis 7 Punkten gibt es je nach Schwere des Vergehens 1, 2 oder 3 Punkte. Der Führerschein wird bei 8 statt bisher 18 Punkten entzogen. Erhalten bleibt die Möglichkeit, über den freiwilligen Besuch von Schulungen einen Punkt binnen fünf Jahren abzubauen, wenn man maximal fünf Punkte hat. Punkte verjähren künftig jeweils getrennt, und zwar je nach Schwere nach zweieinhalb, fünf oder zehn Jahren.

Handy-Roaming wird günstiger

Zum 1. Juli wird Handy-Telefonieren im EU-Ausland billiger, die Preisobergrenzen werden weiter gesenkt. Anrufe aus dem Ausland dürfen dann noch 19 Cent pro Minute ohne Mehrwertsteuer kosten, ankommende Anrufe 5 Cent. Eine SMS zu schicken, darf 6 Cent kosten.

Warnweste wird Pflicht

Auch Pkw-Fahrer müssen ab 1. Juli eine Warnweste im Wagen dabeihaben. In manchen Nachbarländern sind sie bereits vorgeschrieben. Für gewerbliche Fahrzeuge gilt die Pflicht in Deutschland schon.

Grundfreibetrag steigt

Die gute Nachricht: Arbeitnehmer werden zumindest steuerlich geringfügig entlastet. Der steuerliche Grundfreibetrag steigt für Ledige von 8130 auf 8354 Euro, bei Zusammenveranlagung dementsprechend auf 16 708 Euro. Getrübt wird die Freude dadurch, dass die Große Koalition keine Anstalten macht, gegen die kalte Progression vorzugehen – so zieht der Bund den Arbeitnehmern jährlich mehr Geld aus den Taschen!

Kinderfreibetrag wird angehoben

Um die Erhöhung des Kinderfreibetrags wird die Regierung nicht herumkommen. Nach dem jüngsten, vor einem Jahr verabschiedeten Existenzminimumbericht müsste er 2014 von derzeit jährlich 4368 auf 4440 Euro steigen. Davon profitieren vor allem höhere Einkommen. Das muss der Gesetzgeber aber noch regeln. Ein Lichtblick: Parallel zur Anhebung des Kinderfreibetrages steigt normalerweise auch das Kindergeld – wenn auch weniger, als von der Union im Wahlkampf versprochen.

Rauchen könnte teurer werden

Rauchen könnte erneut teurer werden. Zum 1. Januar tritt eine weitere Stufe der Tabaksteuer-Erhöhung in Kraft – was Hersteller womöglich an die Verbraucher weiterreichen. Dann würde eine Packung Zigaretten (19 Stück) um vier bis acht Cent teurer werden, die 40-Gramm-Feinschnittpackung um zwölf bis 14 Cent.

Verpflegungspauschale wird angehoben

Das steuerliche Reisekostenrecht wird vereinfacht. Die zum Januar 2014 in Kraft tretenden Neuregelungen betreffen Verpflegungsmehraufwendungen, Fahrt- und Übernachtungskosten. Bei beruflicher Auswärtstätigkeit mit einer Abwesenheit von mehr als acht Stunden kann eine Verpflegungspauschale von 12 Euro als Werbungskosten abgezogen beziehungsweise steuerfrei durch den Arbeitgeber erstattet werden. Bei mehrtägigen Auswärtstätigkeiten kann für den An- beziehungsweise Abreisetag ohne Prüfung eine Verpflegungspauschale von 12 Euro gewährt werden.

Zwei Prozent mehr für Rentner

Die etwa 20,5 Millionen Rentner können Mitte des Jahres mit einer Erhöhung ihrer Bezüge um voraussichtlich gut zwei Prozent rechnen. Im Osten dürfte der Aufschlag etwas höher ausfallen als im Westen. Der Durchschnittsrentner kann Schätzungen zufolge im Westen mit einem Plus von etwa 24 Euro rechnen, im Osten gibt es rund 30 Euro mehr. Der exakte prozentuale Anpassungssatz wird im März bekanntgegeben, wenn die Daten der Lohnentwicklung vorliegen.

Jetzt erst ab 65 in Rente

Auf dem Weg zur schrittweisen Anhebung des Rentenalters auf 67 Jahre wird die dritte Stufe erreicht: Wer im kommenden Jahr 65 wird – das sind die Angehörigen des Geburtsjahrgangs 1949 – und abschlagfrei in Rente gehen will, muss drei Monate über den 65. Geburtstag hinaus arbeiten.

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