Antrag eingereicht

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Freiherr von Berlepsch will Windpark bauen Kassel/Witzenhausen. Wenn man ein mehrere hundert Jahre altes Schloss erhalten will, muss man sich s

Freiherr von Berlepsch will Windpark bauen

Kassel/Witzenhausen. Wenn man ein mehrere hundert Jahre altes Schloss erhalten will, muss man sich schon etwas einfallen lassen. Freiherr Fabian von Berlepsch will das schönste Schloss Hessens mit Erträgen aus regenerativer Energie restaurieren.

Antragsübergabe im Regierungspräsidium in Kassel. Freiherr von Berlepsch übergibt gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt Witzenhausen und Freunden der regenerativen Energie zwanzig Aktenordner.

In jahrelanger Kleinarbeit sind die Vorarbeiten für einen Windpark mit fünf Anlagen erstellt worden. Die Anlagen sind mit einer Nabenhöhe von 147 Metern, einer Gesamthöhe von 200 Metern und einer Spitzenleistung von drei Megawatt geplant. Jährlicher Gesamtstromertrag – 30.000 MWh. "Damit soll der Park ein Drittel des Strombedarfs von Witzenhausen decken", erklärte Fabian von Berlepsch, Geschäftsführer der Berlepscher Erneuerbare Energien GmbH&Co KG.

Ziel dieses Unternehmens ist es nicht nur, die örtliche Kommunalpolitik zu unterstützen, die die Stadt Witzenhausen zu hundert Prozent mit erneuerbarer Energie versorgen will.

"Wir suchen händeringend nach Lösungen, um Schloss Berlepsch zu erhalten und die Region voran zu bringen. Wir sind bestrebt, die wirtschaftlichen Möglichkeiten dieses Großprojektes zum Wohle des Kulturgutes Schloss Berlepsch und der Region auszuschöpfen und Nachteile für Mensch und Natur in einen zumutbaren Rahmen zu bringen", setzt von Berlepsch auf die Karte Windstrom.

Doch bis zum Bau ist es noch ein langer Weg. Schon einmal hat eine Bürgerinitiative einen Windpark bei Gut Ellerode verhindert. Der Versuch, daraufhin ein Solarkraftwerk zu bauen, scheiterte, weil die Bundesregierung kurzfristig die Einspeisevergütung für Solarstrom aus Anlagen von Ackerflächen gestrichen hat.

Bereits 2012 hat von Berlepsch eine große Bürgerversammlung organisiert und auch weiterhin alle Möglichkeiten genutzt, für sein Windprojekt zu werben. Sollte der aktuelle Antrag erfolgreich sein, will er erneut zu einer Bürgerversammlung einladen.

Ob er damit gerichtliche Schritte der Bürgerinitiative verhindern kann, bezweifelt Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der den Antrag seinen Fachleuten übergab. "Sollten die allerdings zu dem Ergebnis kommen, dass der Bau der Anlagen insbesondere naturschutzrechtlichen Anforderungen genügt, ist die Chance groß, vor Gericht erfolgreich zu sein."

Lesen Sie hier den Leserbrief "Windtürme treiben Keil durch die Gesellschaft"

oder hier den Leserbrief "Reine Spekualtion und falscher Ökowahn".

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