Arbeitsagentur Kassel betreut gesamten Werra-Meißner-Kreis

Bundestagsabgeordneter Michael Roth (rechts) informiert sich beim Chef der Arbeitsagentur Kassel Detlef Hesse ueber die anstehende Gebietsreform. Foto: Privat
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Bundestagsabgeordneter Michael Roth (rechts) informiert sich beim Chef der Arbeitsagentur Kassel Detlef Hesse ueber die anstehende Gebietsreform. Foto: Privat

Kassel. Zuversichtlich blickt Agenturchef Detlef Hesse in die Zukunft der neuen Arbeitsagentur. "Mit der Zuständigkeit für den gesamten Werra-M

Kassel. Zuversichtlich blickt Agenturchef Detlef Hesse in die Zukunft der neuen Arbeitsagentur. "Mit der Zuständigkeit für den gesamten Werra-Meißner-Kreis können wir in der Fläche noch mehr bewegen," hofft Hesse bei seinem Treffen mit dem heimischen Bundestagsabgeordneten Michael Roth. Ab Oktober wird sich der Agenturzuschnitt ändern. Bisher gehörte lediglich der Altkreis Witzenhausen zum Agenturbezirk Kassel, dann wird es der gesamte Werra-Meißner-Kreis sein. "Aber, da wir dann nicht mehr für den Nordteil des Landkreises Schwalm-Eder zuständig sein werden, verkleinern wir uns sogar noch," so Hesse.

Konsequent möchte Agenturchef Hesse auf die Arbeit direkt vor Ort setzen. "Wir werden die Teamleitungen jeweils nach den Regionen ausrichten und darauf achten, dass unsere Kundenberater mit der Region verwurzelt sind." Einen Ansatz, den Roth begrüßt: "Bei der Vermittlung und Betreuung sind regionale Strukturen und eine genaue Kenntnis der Situation besonders wichtig", ist sich der direkt gewählte Abgeordnete Roth sicher, der der Gebietsreform der Arbeitsagenturen eher skeptisch gegenüber steht. "Bei der neuen Agentur müssen alle Verantwortlichen darauf achten, dass der Werra-Meißner-Kreis nicht im Schatten des Großraums Kassel steht." Hesse sagte dem Abgeordneten zu, die strukturellen Besonderheiten in besonderer Weise im Blick zu haben.

Einig waren sich Roth und Hesse in der Bewertung der derzeitigen Situation. "Wir stehen vor der Frage, wie wir bei den zu erwartenden geburtenschwachen Jahrgängen ausreichend qualifiziertes Personal für die heimische Wirtschaft ausbilden können." Handlungsfelder sehen Roth und Hesse dabei genug. Von der Erhöhung der Beschäftigungsquote von Frauen und Älteren über flexible Arbeitszeitmodelle bis hin zu mehr Zuzug von Fachkräften. "Dafür brauchen wir eine gute Infrastruktur. Wir brauchen in unseren schönen Dörfern dauerhaft Läden, gute Schulen und eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung. Und wir brauchen mit der A44 endlich eine gute Verkehrsanbindung, damit Pendler weiterhin hier leben können und andere hierher kommen, um zu arbeiten", unterstrich Roth.

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