Badestadt übertrifft ihr Sparziel

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Bad Sooden-Allendorf. Das Defizit der Badestadt wird im nächsten Jahr um 1,3 Millionen Euro gedrückt – Bürgermeister Hix: Stimmung bessert sich.

Bad Sooden-Allendorf. Auf einem guten Weg zur Konsolidierung ihrer Finanzen befindet sich die Stadt Bad Sooden-Allendorf. So wird sie das Defizit im Haushalt 2014 gegenüber dem Etat des Vorjahres voraussichtlich um mehr als 1,3 Millionen Euro auf dann noch 2,96 Millionen Euro drücken können.

Damit würde sie das unter dem Schutzschirm des Landes Hessen vorgegebene Sparziel um 160.000 Euro übertreffen. Diese Zahlen gaben Bürgermeister Frank Hix und die Leiterin des Fachbereiches Finanzen, Stephanie Dahlmann, bekannt.

Nach dem Haushaltsentwurf stehen Einnahmen von knapp 14,2 Millionen Euro Ausgaben von gut 17,3 Millionen Euro gegenüber. Das sich daraus ergebende Minus von fast 3,12 Millionen Euro wurde durch Änderungsvorschläge des Magistrats auf 2,96 Millionen Euro reduziert.

Ziel ist es, bis zum Jahr 2020 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Das Land Hessen hat dazu mit der Stadt Bad Sooden-Allendorf einen "Abbaupfad" festgelegt, der grundsätzlich streng einzuhalten sei. Könnten die Vorgaben hier oder dort nicht befolgt werden, müsse an anderer Stelle für einen Ausgleich gesorgt werden.

Kostenreduzierung in mehreren Bereichen

Im Wesentlichen zurückzuführen sei die günstige Entwicklung auf eine Kostenreduzierung in der Verwaltung, eine verringerte Zinslast und den Wegfall der so genannten SWAP-Geschäfte der Jahre 2007/2008. Wegen positiver Veränderungen beim kommunalen Finanzausgleich erhöhten sich zudem die Schlüsselzuweisungen des Lands um 250.000 auf jetzt 4,3 Millionen Euro.

Positive Emtwicklung

"Die städtischen Betriebe entwickeln sich durch die Bank weg positiv", berichtet Bürgermeister Frank Hix. Das Defizit im Sportinternat von zuletzt 187.000 Euro werde durch eine höhere Belegung und Umstrukturierungen im Küchenbereich auf jetzt unter 50.000 Euro zurückgefahren und erfülle damit die Vorgabe des Schutzschirmes. Für das Schuljahr 2014/2015 rechne man sogar mit einer Vollbelegung des Internats.

Ein noch deutlich günstigeres Ergebnis werde für das Stadtmarketing erwartet, das bis zum Jahr 2009 nur Verluste gemacht habe, seit 2010 sogar Überschüsse erwirtschafte und ab 2013 einen Überschuss von mindestens 50.000 Euro erzielen müsse. Durch eine moderate Erhöhung der Kurtaxe und ein Plus an Übernachtungen sei im nächsten Jahr ein Überschuss von 180.000 Euro geplant.

Deutlich reduzierte Ausgaben gibt es laut Hix auch bei Personalausgaben sowie bei den Sach- und Dienstleitungen.

Positiv entwickle sich auch die Werratal-Therme, die schon im Vorjahr unter einem jetzt maximal zulässigen Zuschussbedarf von 450.000 Euro geblieben sei. Zum Vergleich: Im Jahr 2007 musste die Stadt noch fast 740.000 Euro zubuttern.

Ein Dank an die Bürger

Ausdrücklich würdigte der Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement in der Stadt. Weil auf diese Weise viele Angebote hätten aufrechterhalten werden können, habe sich trotz mancher schmerzlicher Einschnitte die Stimmung in Bad Sooden-Allendorf deutlich gebessert.

Die Verwaltung selbst, versicherte Hix, werde alles daran setzen, um durch immer bessere Ergebnisse so schnell wie möglich zu einem ausgeglichenen Haushalt zu kommen, was dann auch dazu führen könnte, dass die Möglichkeit einer schrittweisen Erhöhung der Grundsteuer B auf maximal 800 Prozent in vollem Umfang gar nicht ausgeschöpft werden müsse.

Andererseits sei aber von der neuen Landesregierung zu erwarten, weiter daran zu arbeiten, dass die Kommunen irgendwann einmal in der Lage seien, ihre Schulden abzubauen.

Außerdem fordert Hix von der Bundes- und Landesregierung eine bessere finanzielle Unterstützung im Bereich der Kinderbetreuung, um Kommune und Eltern deutlich entlasten zu können.

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