"Bedenken gegen die Einführung der Pferdesteuer"

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Bad Sooden-Allendorf. Der Sportkreis Werra-Meißner e.V. meldet sich erst jetzt mit einer Erklärung zur Pferdesteuer, weil er sich nicht in die Entsc

Bad Sooden-Allendorf. Der Sportkreis Werra-Meißner e.V. meldet sich erst jetzt mit einer Erklärung zur Pferdesteuer, weil er sich nicht in die Entscheidungen der Politik eingreifen wollte und dürfe:

Der Sportkreis Werra-Meißner e.V. mit seinen 240 Sportvereinen hat Bedenken gegen die Einführung einer Pferdesteuer in den hessischen Kommunen. Nur 14 Prozent der in Deutschland gehaltenen Pferde sind als "Turnierpferde" registriert. Die große Anzahl von 86 Prozent der Pferde wird als "Freizeitpferde" gehalten. Diese Pferde haben einen Wert, der nur bei einigen hundert Euro liegt. Es ist somit bedenklich, eine jährliche Steuer zu erheben, die den Wert der Sache übersteigt.

75 Prozent der aktiven Reiter sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Sie treiben Sport, lernen Verantwortung für ein ihnen anvertrautes Tier zu übernehmen und betätigen sich sinnvoll. Immer häufiger werden Pferde im therapeutischen Reiten zur Behandlung und Rehabilitation kranker und behinderter Menschen eingesetzt. Das ZDF setzt sich mit der "Aktion Mensch" für das therapeutische Reiten ein.

Die Reitvereine errichten und unterhalten eigene Anlagen. Ihre Mitglieder zahlen Nutzungsgebühren und leisten Arbeitseinsätze, die mit Geld nicht zu bezahlen sind. Der Bund und die Länder gewähren den Sportvereinen verschiedenste Steuerbefreiungen bzw. Ermäßigungen: Unter anderem Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer, Vermögenssteuer und Umsatzsteuer. Eine Pferdesteuer der Kommunen würde den Bestrebungen von Bund und Ländern zuwiderlaufen.

Das Loblied, das Kommunalpolitiker ihren Vereinen in Bezug auf Sozial- und Jugendarbeit erzählen, gilt auch für unsere Reitvereine in Hessen. Artikel 62 a der Hessischen Verfassung lautet: " Der Sport genießt den Schutz und die Pflege des Staates, der Gemeinden und Gemeindeverbände". Pferde gehören zum Reitsport und sind zur Ausübung dieses Sports unerlässlich.

Kommunen, die die Einführung einer Pferdesteuer in Erwägung ziehen würden, könnten eventuell mit einer Klage der Betroffenen rechnen. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung, der Dachverband der Reitvereine, hat im Falle von Klagen, volle Prozesskostenübernahme zugesichert.

Die Dachorganisationen des organisierten Sportes, der DOSB, der lsbh und die Sportkreise sind politisch neutral.

Bei allem Verständnis für die Verärgerung der Reitsportler, aber auf politischer Ebene haben gewählte Kommunalpolitiker in BSA diese Entscheidung getroffen, die wir so erst einmal zur Kenntnis nehmen sollten. Es ist Aufgabe des Reitverbandes und der Betroffenen klar Stellung zu beziehen und möglicherweise auch dagegen vor Gericht zu ziehen.

Wenn es in der Zukunft zum Beispiel um das Mähen der Sportplätze und die Unterhaltung der Vereinsheime geht, kann sich auch nur der zuständige Fachverband dazu äußern. Wenn dabei die Unterstützung durch den Sportkreis gewünscht wird, werden wir uns dem Wunsch des Verbandes natürlich nicht verschließen.

Im Fall der Einführung einer Pferdesteuer hat sich der "Fachverband der Reitvereine" auf Bundes-, Landes- und Kreisebene eindeutig positioniert.  Damit sind nach unserer Meinung die Reitvereine ausreichend unterstützt worden. Eine Unterstützung durch den Sportkreis wurde bisher nicht gewünscht.

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