Betriebliche Gesundheitsförderung im Mittelstand

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Werra-Meißner. Die BKK Werra-Meißner und Autohäuser Stöber erarbeiteten ein gemeinsames Konzept für die betriebliche Gesundheitsförderung. Mit Erfolg.

Werra-Meißner. Nach dem Credo "Gesunde Mitarbeiter, sind auch leistungsfähige Mitarbeiter" arbeitet die BKK Werra-Meißner unter anderem schon seit einigen Jahren mit Behörden wie der Stadt Eschwege oder der Kreisverwaltung zusammen. Berufliche Gesundheitsförderung ist dabei das Schlüsselwort. "Dabei konnten wir gute Erfahrungen sammeln und haben für uns entschieden verstärkt in die Gesundheitsförderung einzusteigen", sagt Ernst-Dieter Mäurer, Vorstand der BKK Werra-Meißner.

Stöbers als Vorreiter

Die Veranstaltung "Praxisnah" der Autohäuser Stöber brachte dann den Stein in Richtung der mittelständischen Unternehmen ins Rollen: "Welches Unternehmen hätte sich da besser angeboten als Stöbers?"

So bildete sich aus den Mitarbeitern der Autohäuser in Witzenhausen und Bad Sooden-Allendorf Fabian Baumgarten, Claudia Propf, Dirk Rechner und Manuel Stöber, dem langjährigen Kooperationspartner der BKK Rüdiger Ullrich (Physio-Fit), den BKK-Mitarbeitern Matthias Kullik und Claudia Küster sowie den Geschäftsfrauen Ute und Andrea Stöber ein "Gesundheitszirkel". In diesem entwickelt man ein ganzheitliches Konzept für alle 118 Mitarbeiter der Autohäuser. Drei Angebote wurden zum Start im April geboten: Laufen für Anfänger mit der Laufschule von Martina Deisenroth, Progressive Muskelentspannung mit Rüdiger Ullrich und medizinisches Gerätetraining.

"In einer Gesellschaft mit viel Druck, müssen unsere Leute fit sein. Wir verlangen viel von unseren Mitarbeitern, dann müssen wir auch etwas zurückgeben", sind sich Ute und Andrea Stöber einig. Dabei kam ein bisschen Fitnessstudio finanziell unterstützen oder mal eine Rückenschule nicht in Frage. "Es musste schon ein Konzept her, das zu uns und unseren Leuten passt. Das geht nur mit verlässlichen Partnern", so Andrea Stöber.

Mittlerweile geht die BKK in 20 Unternehmen im Kreis mit der betrieblichen Gesundheitsförderung und versucht individuelle Lösung zu finden. "Und die Zahl der interessierten Betriebe steigt. Dabei ist uns aber wichtig, das nicht nur Versicherte sondern alle von den Angeboten profitieren", so Kullig.

Feedback ist wichtig

Nach der ersten Runde soll es im Januar in die nächsten gehen. "Zuvor haben wir unsere Kollegen aber um ein Feedback gebeten. Denn wir wollen die Ergebnisse kontrollieren und das Angebot weiterentwickeln", so Claudia Propf. So werden jetzt neben der progressiven Muskelentspannung, zu dem Mario Wenzel (Serviceberater / Werkstattleiter) sagt: "Nix tun, tut einfach mal gut", und dem Gerätetraining, zu dem Jens Looft und Stefan Peter (Werkstatt) sagen: "Guter Ausgleich und die Gelegenheit seine Kollegen mal außerhalb der Arbeitszeit kennenzulernen" auch "Fit im Wasser" in der WerratalTherme und "Gesunde Ernährung am Arbeitsplatz" in der Rhenanus-Schule angeboten wird.

"Im Januar werden auch die Eschweger mitmachen können und wir hoffen, dass die Mund-zu-Mund-Propaganda die Zahl der Mitmacher noch steigern wird", so Stöbers abschließend.

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