Briefkasten bleibt leer

Hessen/Werra-Meiner. Papier war gestern. Die Zukunft der Lohnsteuerkarte ist elektronisch, sagt Hessens Finanzminister Dr.

Hessen/Werra-Meiner. Papier war gestern. Die Zukunft der Lohnsteuerkarte ist elektronisch, sagt Hessens Finanzminister Dr. Thomas Schfer. In diesem Jahr erfolgt erstmals kein Versand einer Lohnsteuerkarte. Die Lohnsteuerkarte 2010 behlt auch fr das Jahr 2011 ihre Gltigkeit.

Hintergrund ist die Umstellung auf ein zeitgemes elektronisches Lohnsteuerverfahren. In diesem Zusammenhang wechselt ab dem Jahr 2011 die Zustndigkeit fr die nderung der Lohnsteuerabzugsmerkmale (z.B. Steuerklassenwechsel, Eintragung von Kinderfreibetrgen und anderen Freibetrgen) von den Meldebehrden auf die Finanzmter. Dadurch entfllt fr diese Flle der Kontakt mit den Stdten und Gemeinden. Fr nderungen der Meldedaten an sich (z. B. Heirat, Geburt, Kirchenein- oder -austritt) sind weiterhin die Gemeinden zustndig.

Bislang erhielten die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zum Ende des Jahres ihre Lohnsteuerkarte von ihrer Stadt oder Gemeinde. Diese mussten sie dann an ihre Arbeitgeber weitergeben, die anhand der Angaben auf der Karte die Lohnsteuer berechneten und an das Finanzamt abfhrten. Dieser Weg ist weder brgerfreundlich, noch zeitgem, erluterte der Finanzminister.

Sofern Freibetrge auf der Lohnsteuerkarte 2010 eingetragen sind, gelten diese unabhngig vom Gltigkeitsbeginn auch im Jahr 2011 weiter. Allerdings muss jeder Arbeitnehmer die Angaben auf der Lohnsteuerkarte 2010 weiterhin im Blick haben. ndert sich fr 2011 etwas an den Angaben, ist zum Beispiel ein Kind geboren oder eine Ehe geschieden worden, muss er dies dem Finanzamt mitteilen, damit dort der Kinderfreibetrag eingetragen oder die Steuerklasse gendert werden kann. Nur so kann der Arbeitgeber den richtigen Lohnsteuerbetrag einbehalten, wodurch unerfreuliche Nachzahlungen am Ende des Jahres vermieden werden.

Wird im Jahr 2011 erstmalig eine Lohnsteuerkarte bentigt, stellt das zustndige Finanzamt auf Antrag eine Ersatzbescheinigung aus. Ausgenommen hiervon sind ledige Arbeitnehmer, die ab dem Jahr 2011 ein Ausbildungsverhltnis als erstes Dienstverhltnis beginnen. Hier kann der Arbeitgeber die Steuerklasse I unterstellen, wenn der Arbeitnehmer seine steuerliche Identifikationsnummer (IdNr), sein Geburtsdatum sowie die Religionszugehrigkeit mitteilt und gleichzeitig schriftlich besttigt, dass es sich um das erste Dienstverhltnis handelt., so Finanzminister Dr. Schfer.

Fr den Arbeitgeber gilt, dass er die Lohnsteuerkarte 2010 nicht wie bisher am Jahresende vernichten darf, sondern die darauf enthaltenen Eintragungen auch fr den Lohnsteuerabzug im Jahre 2011 zugrunde legen muss. Zuknftig erhalten die Arbeitgeber die fr den Lohnsteuerabzug notwendigen Daten direkt von der Steuerverwaltung.

Fr das neue elektronische Verfahren, das ab 2012 eingefhrt werden soll, mssen Arbeitnehmer ihrem Arbeitgeber nur noch das Geburtsdatum und die IdNr. mitteilen sowie die Auskunft geben, ob es sich um das Haupt- oder um ein Nebenarbeitsverhltnis handelt. Mit Hilfe dieser Informationen werden dem Arbeitgeber die lohnsteuerlichen Daten des Arbeitnehmers elektronisch durch die Finanzverwaltung zur Verfgung gestellt.

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