Bürger von Quentel wehren sich

Von CORINA SCHLEIERQuentel. Quentel ist ein kleiner, ländlicher Ortsteil von Hessisch Lichtenau und liegt am westlichen Rand des Werra-Meißner-Kreis

Von CORINA SCHLEIER

Quentel. Quentel ist ein kleiner, ländlicher Ortsteil von Hessisch Lichtenau und liegt am westlichen Rand des Werra-Meißner-Kreises. Schon seit Jahrzehnten werden am Steinbruch Ölberg Basaltstein und andere Gesteinsarten abgebaut und per LKW abtransportiert.

Doch zurzeit herrscht Aufruhe in den Straßen von Quentel, denn die Basalt-Actien-Gesellschaft hat beim Regierungspräsidium in Kassel den Antrag zum Neubau und zur Inbetriebnahme einer Asphaltmischanlage auf dem Gelände des Steinbruchs, in der Nähe von Quentel, gestellt. Diese Asphaltmischanlage soll regulär fünf Tage in der Woche und zwölf Stunden am Tag in Betrieb sein.

Mehrere hundert Lkw am Tag

Laut der BAG würde dadurch eine geringe zusätzliche Belastung von ein bis zwei Lkw-Transporten pro Tag anfallen. Hört sich harmlos an, doch wenn man bedenkt, dass die Verkehrsbelastung bereits unerträglich für die Anwohner ist.

Schon jetzt werden die Quellentalstraße und die Landstraße 3288 zwischen Quentel und Fürstenhagen täglich von mehr als hunderten Lkw befahren. Dies belastet nicht nur Anwohner, sondern beschädigt auch die, erst 2006 erneuerte, Quellentalstraße im Ort. Auch die Landstraße wird durch den täglichen Schwertransport sehr in Mitleidenschaft gezogen und weist schon erhebliche Makel auf. Durch Ausweichmanöver auf die Gehwege und die Geschwindigkeitenüberschreitung innerorts, aufgrund des Zeitdrucks der Fahrer, stellt der Schwerlastverkehr eine erhebliche Gefahr für Kinder und ältere Menschen dar. Jetzt wollen die Bürger Quentels handeln und gründeten eine Bürgerinitiative um auf die Folgen aufmerksam zu machen.

Schließlich gäbe es eine Mehrbelastung von 6.600 bis 8.800 Lkw an 220 Arbeitstagen, die zusätzlich aufgrund der geplanten Asphaltmischanlage aufkommt. Die Folgen des Schwerlastverkehrs sind neben dem Lärm, den Abgasen und der enormen Staubbelastung die Beschädigung von Straßen und Gehwegen in Quentel.

Die folgende Sanierung würde eine große finanzielle Belastung für Anwohner und die Stadt Hessisch Lichtenau darstellen. Zudem bleibt die große Gefahr für Anwohner und die Fußgänger auf den Gehwegen. So bleibt den Bürgern Quentels, die direkt an der Hauptstrecke der Lkw wohnen, kaum noch eine ruhige Minute und die Wohn- und Lebensqualität geht zurück. Zudem komme noch, dass Quentel für spätere Generationen unattraktiv werde und die ländliche und dörfliche Gemeinschaft zerstört wird, so schrieben es die Sprecher der Bürgerinitiative Quentel, Heinrich Lutz und Mirko Knappe, in einem Presseschreiben.

Außerdem baten sie um eine alternative Fahrtstrecke, etwa eine "Baustraße", um Quentel vor bevorstehenden Gefahren und Negativeinflüssen zu bewahren.

Diese Bitte wurde bereits an das Regierungspräsidium Kassel gestellt, jedoch nicht berücksichtigt. So bitten die Quentler nun auch die Verantwortlichen und Politiker um Unterstützung um die alternative Fahrtstrecke ermöglichen zu können und Quentel und seine Einwohner damit zu schützen und zu bewahren.

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