Bürgergeld für Wasserkraft

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(v.li.) Bürgermeister Jochen Kistner, Vizelandrat Dr. Rainer Wallmann, Projektleiter Martin Rohmund, Bürgermeister Friedhelm Junghans, Klaus Großkurth (Vorsitzender der Bürgerenergiegenossenschaft Werra-Meißner), Bürgermeister Alexander Heppe und Jörg Hartebrodt freuen sich über die Inbetriebnahme der Kleinwasserkraftanlage. Fotos: Liese

Werra-Meißner. Gemeinschaftsprojekt „Wasserkraft am Meißner“ ist nun offiziell gestartet.

Werra-Meißner/Germerode. "Es ist ein historischer Moment – insbesondere für die Bürgerenergiegenossenschaft", betonte Bürgermeister Friedhelm Junghans, der heute Vormittag den offiziellen Startschuss für die Inbetriebnahme der Kleinwasserkraftanlage in Germerode gab.

Das Pilot- und Startprojekt "Wasserkraft am Meißner" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Bürgerenergie Werra-Meißner eG i.G. (BEG) und des Zweckverbandes Meißner-Verbandswasserwerk (ZVM). "Der Zweckverband und die BEG haben in der Vorbereitung und Umsetzung des Projektes eng koopeririert. Die Vertragspartner haben einen Nutzung für die Dauer von 20 Jahren vereinbart", sagte Projektleiter Martin Rohmund. Und weiter: "Die BEG hat die Anlage erstellt, ZVM nutzt als "Pächter" die Turbinen zur Stromgewinnung, um den Eigenbedarf an Strom in der Trinkwasseraufbereitungsanlage zu decken und überschüssige Erzeugungsmengen in das öffentliche Niederspannungsnetz einzuspeisen."

BEG zählt 116 Mitglieder

Für den Vorsitzenden der BEG ist diese Konstellation eine Win-Win-Situation. "Der Zweckverband genießt durch die deutliche Reduzierung der Energiekosten einen finanziellen Vorteil, und wir haben eine super Basis für folgende Projekte", erklärte Klaus Großkurth, dessen Genossenschaft mittlweile 116 Mitglieder zählt, die sich mit 320 Geschäftsanteilen à 250 Euro eingebracht haben.

Nicht nur finanzielle Vorteile

Doch nicht nur die finanziellen Vorteile liegen für alle Beteiligten auf der Hand. Mit der Investition in das Projekt "Wasserkraft am Meißner" – insgesamt 72.500 Euro – leiste man, so Rohmund, einen groe Beitrag zum Umweltschutz. "Das Trinkwasse wird von insgesamt neun Quellen am Meißner über Fallrohre in die technischen Anlagen des Zweckverbandes oberhalb von Germerode geleitet und dort bisher über Druckminderer in die Aufbereitungsanlage geführt. Diese "vernichtete" Energie wird nunmehr mit Turbinen "aufgefangen" und zur Stromgewinnung genutzt", so Rohmund weiter, der eine Stromerzeugnismenge von jährlich 120.000 kWh – das ist der Stromverbrauch von rund 34 Haushalten– prognostiziert.Mit welchen Projekten die Bürgerenergiegenossenschaft an das Pilotprojekt anknüpfen möchte, wird derzeit noch überlegt. "Gerne nehmen wir auch umsetzungsreife Ideen und Vorschläge der Mitglieder oder interessierter Bürger und Partner auf", so Großkurth.

Mehr Informationen zur Bürgerenergiegenossenschaft Werra-Meißner oder auch Beitrittserklärungen gibt es unter www.buergerenergie-wm.de.

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