Bürgermeister fordern die Landesregierung auf, den ländlichen Raum mehr zu stärken

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Die Bürgermeisterversammlung fordert in ihrer Resolution eine Stärkung des ländlichen Raums.

Gemeinsam haben die Bürgermeister des Werra-Meißner-Kreises eine Resolution an die Landesregierung formuliert, in der sie eine Stärkung des ländlichen Raumes fordern.

Werra-Meißner. Im Bundesland Hessen gilt das Rhein-Main-Gebiet mit dem Frankfurter Flughafen als große Metropolregion. Aber vor allem ist Hessen ein sehr ländlich geprägtes Bundesland, in dem ebenso das Herz Hessens schlägt. In den vergangenen Jahrzehnten konnte eine große Landflucht, einhergehend mit der Urbanisierung, gerade des Rhein-Main-Gebietes, festgestellt werden. Die Städte waren hierbei die großen Profiteure, während den ländlichen Regionen, wie auch dem Werra-Meißner-Kreis, mehr und mehr Infrastrukturen genommen wurden.

Der Abbau beziehungsweise die Zusammenlegung von Ämtern trug enorm dazu bei, dass tausende Arbeitsstellen im ländlichen Bereich verloren gingen, was den Effekt der Landflucht noch intensivierte. Nun stoßen bundesweit und auch hier in Hessen die Städte in Bezug auf die Verfügbarkeit von Wohnraum an ihre Grenzen. Durch Einrichtung von Institutionen des Landes im ländlichen Raum und durch Infrastrukturförderungen, die den ländlichen Raum zumindest auf eine Stufe mit den urbanen Zentren bringen.

„Der ländliche Raum in Hessen hat den dringend benötigten und vor allem bezahlbaren Wohnraum. Er bietet Lebensqualität und vor allem bietet er gerade Familien mit Kindern hervorragende Infrastrukturen, von der Kita bis zu weiterführenden Schulen, um gut und behütet aufzuwachsen”, heißt es in einer Resolution der Bürgermeister des Kreises.  Die neu konstituierte Regierungskoalition des Landes Hessen aus CDU und Bündnis 90/Die Grünen hat sich im Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, den ländlichen Raum zu stärken. Die Stadt Eschwege als Teil des Werra-Meißner-Kreises ist sogar explizit genannt. 

Kreis wird im Koalitionsvertrag genannt

Es wird im Koalitionsvertrag sowohl auf den demografischen Wandel, als auch zu dem steten Wegzug, gerade der jungen Leute eingegangen, die zum Arbeiten oder zum Studieren in andere Regionen ziehen. Es wird vom Erhalt der Lebensqualität, aber auch von einem Mangel an Daseinsfürsorge gesprochen. Im Koalitionsvertrag sind noch exemplarisch „die Schaffung familienfreundlicher Rahmenbedingungen und heimatnaher Arbeitsplätze“ genannt.

„Unter dem Aspekt der gleichwertigen Lebensverhältnisse in Hessen ist es unabdingbar den ländlichen Raum im Land Hessen zu stärken – und zwar aktiv”, so die Bürgermeister des Landkreises Werra-Meißner. Sie fordern daher die Landesregierung auf, den ländlichen Raum unter anderem mit der Ansiedlung von landeseigenen Einrichtungen und der Zuwendung von Mitteln für Strukturmaßnahmen zu stärken, um die Landflucht einzudämmen und um den ländlichen Raum infrastrukturell mit den urbanen Zentren gleich zu setzen.

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