Als Chefarzt zurückgekehrt

Witzenhausen. Das neue Klinikum Werra-Meißner,Standort Witzenhausen, ehemals Kreis- und Stadtkrankenhaus Witzenhausen – oder schlicht, wie Bürgerm

Witzenhausen. Das neue Klinikum Werra-Meißner,Standort Witzenhausen, ehemals Kreis- und Stadtkrankenhaus Witzenhausen – oder schlicht, wie Bürgermeisterin Angela Fischer es ausdrückte "unser Krankenhaus", begrüßte in der vergangenen Woche seinen neuen Chefarzt für Anästhesie und Schmerztherapie, Dr. med Dirk Schmolke, mit einer kleinen Feierstunde sehr herzlich als Verstärkung für die bereits im Kollegialsystem zusammenarbeitenden Chefärzte der Anästhesie, Dr. med. Andreas Boruta sowie Dr. med. Torsten Fricke. Gemeinsam sollen die drei Chefärzte die Bereiche Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie weiterentwickeln. Zwar habe jeder seinen eigenen Schwerpunkt, erklärte Schmolke, er selbst zum Beispiel die Gebiete Intensiv- und Notfallmedizin, Dr. Boruta den Operationsbereich und Dr. Fricke die neue multimodale Schmerztherapie, aber eine strikte Trennung würde es nicht geben. Das chefärztliche Triumvirat werde sich in allen Bereichen gegenseitig vertreten.

Seit dem ersten Oktober ist Dr. Schmolke als neuer Chefarzt tätig, aber er kennt die Situation des Krankenhauses schon viel länger: der neue Chefarzt war von 2004 bis 2006 bereits Oberarzt in der Abteilung Anästhesie und Intensivmedizin. Und obwohl er seitdem mit seiner Frau Yvonne in Witzenhausen lebt, hat sich Dr. Schmolke in den vergangenen vier Jahren an vier verschiedenen Kliniken (in Köln, Bad Mergentheim, Bad Neustadt, Göttingen) besonders in den Bereichen Schmerztherapie sowie Kardio- und Regionalanästhesie intensiv weitergebildet. Angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt, wo qualifizierte Ärzte händeringend gesucht werden, sei es ein "echter Glücksfall, so einen Hochkaräter für so ein kleines Krankenhaus zu gewinnen", freute sich Chefarzt Dr. Fricke über die Einstellung des neuen Kollegen, der seit seinem Dienstantritt schon "vielversprechende neue Akzente gesetzt" habe.

Das sahen Geschäftsführer Prof. Dr. Ulrich Vetter und Christoph Maier sowie der ärztliche Leiter, Dr. med. Michael Müller, ähnlich. Prof. Dr. Vetter bekräftigte: "Herr Schmolke hatte die bei weitem beste Ausbildung der Bewerber." Landrat Stefan Reuß, der Schmolke im Namen der Gremien begrüßte, ergänzte: "Im Aufsichtsrat war das Votum für Schmolke eine ausgesprochen harmonische Entscheidung." Die fand anscheinend auch an der Basis Zustimmung, denn im Namen der gesamten OP-Abteilung überreichten die Schwestern rund um Abteilungsleiterin Petra Künzel am Rande der Feierlichkeiten Backsteine, Gummistiefel und Spaten als Begrüßungsgeschenke für den neuen Chefarzt, von denen er natürlich weniger im Dienst als nach getaner Arbeit beim geplanten Häuslebau Gebrauch machen soll. Viel deutlicher lässt sich "wir wollen, dass er dieses Mal dauerhaft bleibt" kaum sagen.

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