Defekte Rauchmelder und überhitzter Kamin

Foto: benjaminnolte/fotolia.com
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Witzenhausen. Zwei Mal musste die Feuerwehr Witzenhausen am Sonntag ausrücken.

Witzenhausen. Am Sonntag wurde die Feuerwehr Witzenhausen gegen 8.00 Uhr zu einem Einsatz mit vermutlich eingeschlossenen Personen in die Mittelburgstraße gerufen. Ein aufmerksamer Anwohner wurde auf das Signal mehrerer Rauchmelder im Nachbarhaus aufmerksam. Dieser informierte umgehend Wehrführer Claus Demandt über Telefon. Versuche den im Haus vermuteten Hausbewohner zum Öffnen der Eingangstür zu bewegen, blieben erfolglos. Daraufhin rückte der Löschzug, der Feuerwehr Witzenhausen zusammen mit Notarzt und zwei Rettungswagen zur Einsatzstelle aus. Mit einem Zweitschlüssel verschafften sich die Retter sowie Polizei Zugang in das Wohnhaus. Unter Atemschutz dursuchten die Feuerwehrleute die Zimmer, konnten aber keinen Brandausbruch bestätigen Befragungen ergaben, das sich der Hauseigentümer zur Zeit im Urlaub befindet. Die Rauchmelder, die über Funksteuerung miteinander verbunden waren, wurden nach ersten Erkenntnissen wahrscheinlich durch einen technischen Defekt ausgelöst.

Gegen 17.30 Uhr alarmierte die Rettungsleitstelle die Witzenhäuser Wehr ein zweites Mal. Im Ortsteil Kleinalmerode hatte ein überhitzter Edelstahlkamin Teile der Dachkonstruktion entzündet. Die Hausbewohner wurden auch in diesem Fall über einen Rauchmelder über den Brand alarmiert. Die Kleinalmeröder Feuerwehr sowie der Löschzug aus der Kernstadt waren vor Ort. Im Bereich der Kaminführung wurden Teile des Daches entfernt und mittels Wärmebildkamera mögliche Glutnester ermittelt. Messungen in einem Raum ergaben, dass durch die Brandeinwirkung die Kohlenmonoxidkonzentration stark angestiegen war. Die betreffenden Räume wurden durch die Einsatzkräfte entsprechend belüftet. Dank des gezielten und raschen Einsatzes der Feuerwehren konnte die Ausbreitung eines Brandes verhindert werden.

Text: Jens Ehrhardt, Feuerwehr Witzenhausen

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