,Dr. Amon, der Unruheständler’

Der neue aerztliche Direktor Dr. Michael Mueller (li.) ueberreichte seinem Vorgaenger Dr. Klaus Amon einen guten Tropfen Wein.
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Der neue aerztliche Direktor Dr. Michael Mueller (li.) ueberreichte seinem Vorgaenger Dr. Klaus Amon einen guten Tropfen Wein.

Normalerweise sei es so, dass die Eschweger ins Krankenhaus kämen, doch zur Verabschiedung in den wohlverdienten Ruhestand von Dr. Klaus Amon würden

Normalerweise sei es so, dass die Eschweger ins Krankenhaus kämen, doch zur Verabschiedung in den wohlverdienten Ruhestand von Dr. Klaus Amon würden sie eine Ausnahme machen und aus dem Krankenhaus in die Stadt kommen, begann Prof. Dr. Ulrich Vetter, Geschäftsführer des Klinikums Werra-Meißner, den Abend und wies somit auf die Premiere im Eschweger E-Werk hin, an der nicht nur seine Kollegen und Mitarbeiter teilhaben durften, sondern natürlich auch viele, viele Wegbegleiter. Aus Witzenhausen extra angereist war Bürgermeisterin Angela Fischer, Amons ,eigener' Bürgermeister Hans Giller und Bürgermeister Alexander Heppe, der spätestens seit der Brandnacht im Eschweger Krankenhaus eine ganz besondere Beziehung zu dem zukünftigen ,Unruheständler' hat.

Dass sich Dr. Amon nun zu seinen Bienen zurückziehen und die Chirurgie komplett an den Nagel hängen wolle, das könne Vetter kaum glauben. Ein Messer als Abschieds-Präsent durfte folglich nicht fehlen. Wohlgemerkt: Das schärfste Messer, das der Geschäftsführer des Klinikums hat finden können – eines aus China – und das sei auch noch komplett ohne Ablagerungen.

Ein Präsent anderer Güte überreichte Alexander Heppe, der als dritter Redner am Abend laut seiner Aussage in der Gunst der Gäste stünde, weil er den Abend aufgrund seiner Rede nicht unnötig verlängere. Denn das, was die Vorredner sagten, müsse er nicht wiederholen und auch sein Geschenk weiche von dem der anderen Gäste ab. Heppe schenkte das passende Gefäß zum Wein, denn woraus solle Dr. Amon sonst den guten Tropfen trinken?

Sichtlich begeistert von Amons Nachfolger zeigte sich Landrat Stefan Reuß, der den neuen Chefarzt der Abteilung Orthopädie und Unfallchirurgie des Klinikums Werra-Meißner kennenlernen durfte. Dr. Frank Wagner sei endlich mal auf des Landrats Augenhöhe, scherzte Stefan Reuß und wies auf die Körpergröße des neuen Chefarztes hin, denn bei ihm müsse er endlich mal nicht den Hals krumm machen.

Zu Scherzen aufgelegt war auch der neue ärztliche Direktor des Hauses, Dr. Michael Müller, als Nachfolger Amons in dieser Position. Dr. Amon, der ,Unruheständler’, stand bei ihm voll im Fokus, denn große Sorge hatte Müller um Amons Befinden nach dem Arbeitsleben. Von Leere und Depression war die Rede. Doch Müller war sich ziemlich schnell sicher, dass diese beiden Dinge wohl keinen Platz in Amons neuer Welt haben werden. Denn als stolzer Besitzer einer beachtlichen Modelleisenbahn, als Hobbyimker mit sage und schreibe 60.000 Bienen – natürlich alles biozertifizierte Haustiere – und als zukünftiger Weinbauer hätte er dafür ohnehin keine Zeit.

Das bestätigte am Ende auch nochmal die Hauptperson des Abend, Dr. Klaus Amon, der eindrucksvoll in seiner eigens erstellten Powerpoint-Präsentation zeigte, was er nach seinem ,Ableben' als Chirurg alles in der Hinterhand habe. 60.000 Bienen als Haustiere reichen dem ,Unruheständler’ nämlich bei Weitem nicht. Da gäbe es auch noch diverse federfüßige Zwerghühner, die alle einen Namen hätten, weil sie das schließlich vorm Gefressenwerden schütze.

Bevor Dr. Klaus Amon dann zum schmackhaften Buffet einlud, lud er aber erstmal in seinen 200 Jahre alten Hof nach Schwebda ein. Hier sei jeder im Saal herzlich willkommen, um ihm einen Besuch abzustatten.

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