Drei erfolgreiche Jahre: Sportkreisvorsitzender Siegfried Finkhäuser im Interview

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Drei erfolgreiche Jahre: Siegfried Finkhaeuser fuehrt weiterhin den Sportkreis Werra-Meissner e.V.

Beim 2. Sportkreistag des Sportkreises Werra-Meißner e.V. in Großalmerode gab es viel Lob und Anerkennung für drei Jahre erfolgreiche Arbeit. 122 V

Beim 2. Sportkreistag des Sportkreises Werra-Meißner e.V. in Großalmerode gab es viel Lob und Anerkennung für drei Jahre erfolgreiche Arbeit. 122 Vereins- und 11 Verbandsvertreter sowie die 12 Vorstandsmitglieder wählten Siegfried Finkhäuser für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden.

Er wurde, genau wie der gesamte Sportkreisvorstand, einstimmig wiedergewählt. Finkhäuser ist stolz darauf, dass es gelungen ist, den Sportkreisvorstand mit Yvonne Jaquet-Steinfeld (41Jahre), Tina Schott (36 Jahre), Florian Quanz (27 Jahre) und Markus Claus (42 Jahre) zu verjüngen. Mit Magdalena Weidner als Bildungsbeauftragte wurde der Vorstand mit der erfahrenen stellvertretenden Turngauvorsitzenden vervollständigt.

Der MARKTSPIEGEL  sprach mit dem alten und neuen Sportkreisvorsitzenden nach dem 2.Sportkreistag in seinem Büro in Hundelshausen.MARKTSPIEGEL: War die Fusion in 2008 der Sportkreise Eschwege und Witzenhausen rückblicken richtig?Siegfried Finkhäuser: Der freiwillige Zusammenschluss der beiden selbstständigen Sportkreise war wichtig und richtig und vom Ablauf her eher unproblematisch. Wenn man die Diskussionen über die weiteren Zusammenschlüsse der hessischen Sportkreise, die bis zum 31. Dezember im vergangenen Jahr deckungsgleich mit den Landkreisen sein sollen, aufmerksam verfolgt, kann einem "Angst und Bange" werden. Durch diesen vollzogenen Schritt hat sich der Sportkreis Werra-Meißner e.V. von einem zarten Pflänzchen zu einem widerstandsfähigen Bäumchen entwickelt und es gibt nur positive Meldungen aus den Vereinen und Verbänden.

MARKTSPIEGEL: Wie haben sich die Mitgliederzahlen seither entwickelt?Finkhäuser: Die Mitgliederzahlen sind leicht rückläufig. Bei den Jugendlichen und in der Altersgruppe der 27- bis 40-Jährigen haben wir einige Mitglieder verloren, dies wurde jedoch durch den Zuwachs bei den über 60-Jährigen aufgefangen. Neben den Jugendlichen gelte es in Zukunft dieser Gruppe der über 60-Jährigen verstärkt Angebote zu machen. Ich habe an die Vereinsvertreter appelliert, dass die Vereine unbedingt neue sportliche aber auch gesellschaftliche Angebote für Ältere schaffen sollten, um damit den Bedürfnissen dieser zahlenmäßig ständig wachsenden Altersgruppe gerecht werden zu können. Heute gelte der Spruch "Von der Wiege bis zur Bahre" Mitglied in einem Sportverein zu sein nicht mehr. Wenn die Älteren Vereinsmitglieder, die in jungen Jahren aktiv in den Mannschaftssportarten wie zum Beispiel Fuß- oder Handball gespielt haben, diesen mit zunehmendem Alter nicht mehr ausüben können und zu reinen Beitragszahlern werden, sind sie schnell weg. Weg ist weg, diese Mitglieder werden niemals wieder in den Sportverein eintreten. Es gibt im Werra-Meißner-Kreis einige gute Beispiele, wie man in verschiedenen Vereinen  Seniorensport gut organisieren kann und den Mitgliedern altersgerechte Sportarten anbietet.

MARKTSPIEGEL: Warum bezahlen die Vereine Mitgliedsbeiträge und ist es wichtig als Verein Mitglied im Landessportbund Hessen zu sein?Finkhäuser: Ich versuche immer wieder diese Frage der Vereine so zu beantworten. Die Mitgliedsbeiträge die die Vereine an den Landessportbund jährlich entrichten, verbleiben nicht beim Landessportbund. Davon werden 60 Prozent an die Fachverbände ausgezahlt und nur 40 Prozent verbleiben beim Landessportbund, einschließlich der Sportjugend Hessen. Die Frage warum eine Mitgliedschaft sinnvoll ist lässt sich auch damit erklären, dass von den 19,2 Millionen Euro aus den Lotto/Toto Einnahmen jedes Jahr 38,5 Prozent an die der Vereine und 38,5 Prozent an die Fachverbände ausbezahlt werden. Ohne diese Einnahmen wäre der organisierte Sport in den Vereine nicht zu finanzieren.

MARKTSPIEGEL: Wie steht der Sportkreis finanziell da?Finkhäuser: Finanziell gestalten sich die letzten drei Jahre relativ stabil und der Sportkreis Werra-Meißner e.V. hat keinerlei finanzielle Probleme. Probleme bereiten mir nur die Einnahmen aus den Mitteln des Landessportbundes in Höhe von 12.000 Euro. Da man bisher nicht an den Mitgliedsbeiträgen der Vereine beteiligt wird, bekommen die Sportkreise einen Betrag je nach Haushaltslage des Landessportbundes überwiesen. Damit kann man natürlich auf Dauer keine hauptamtliche Servicestelle betreiben. Man ist zur Zeit auf Spenden und Mitgliedsbeiträge der fördernden Mitglieder angewiesen.

MARKTSPIEGEL: Wie setzt sich der Sportkreisvorstand in den Jahren 2012 bis 2015 zusammen?Finkhäuser: Der Sportkreisvorstand 2012 – 2015 setzt sich wie folgt zusammen:

Der geschäftsführende VorstandVorsitzender:Siegfried Finkhäuser, WitzenhausenStellvertreter:Joachim Kraus, Hessisch LichtenauStellvertreter:Horst Hartmann, RinggauStellvertreter:Markus Claus, EschwegeFinanzreferent:Edmund Pliefke, Hessisch Lichtenau

Marketing:Florian Quanz, EschwegeGleichstellung:Sigrid Sprenger, Hessisch LichtenauBreitensport:Yvonne Jaquet-Steinfeld, WitzenhausenBildung:Magdalena Weidner, WitzenhausenGesundheitssport:Tina Schott, EschwegeSeniorensport:Gerd Seidlitz, MeinhardSchule und Verein:Gerd Mäder, WeißenbornJugendleiterin:Beate Basler, Hessisch Lichtenau

MARKTSPIEGEL: Wo findet der nächste Sportkreistag statt?Finkhäuser: Der 3. Sportkreistag 2015 des Sportkreises Werra-Meißner e.V. findet in der Jahnturnhalle des Eschweger TSV statt.

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