Drei Vermisste auf 500 Quadratmetern

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Ziegenhagen. Drei vermisste Handwerker auf rund 500 Quadratmetern und ein brennendes Gebäude: Für 42 Einsatzkräfte ging's zur Herbstübung.

Ziegenhagen. Zwei Wochenenden hinter einander heulten um den Witzenhäuser Ortsteil Gertenbach die Sirenen. Ziegenhagens Wehrführer Ullrich Harms und Klaus Susebach hatten eine Herbstübung im alten Kurmittelhaus für die Wehren aus Blickershausen, Gertenbach, Ermschwerd und der eigenen Vorbereitet: Im leer stehenden Objekt wurden Umbau- und Renovierungsarbeiten durchgeführt. Bei Arbeiten an der Heizungsanlage war es zu einem Brand gekommen. Von den fünf im Gebäude befindlichen Handwerkern konnten sich zwei an ein Fenster im ersten und zweiten Obergeschoss retten. Die drei anderen Handwerker wurden noch im Gebäude vermisst. Alle drei Geschosse waren durch die starke Verrauchung nur unter Atemschutz zu betreten.

Die gemeinsam alarmierten Feuerwehren aus Ziegenhagen, Blickershausen, Gertenbach und Ermschwerd koordinierten ihren gemeinsamen Einsatz: Aufbau der Wasserversorgung, Menschenrettung über Steckleiter im ersten und zweiten Obergeschoss, Menschenrettung im Innenangriff unter Atemschutz sowie Brandbekämpfung im Innenangriff unter Atemschutz.

"Besondere Schwierigkeit war hier, aufgrund der räumlichen Abmaßen, die Rettung im Innenangriff", erklärte der ehemalige Kreisbrandmeister Klaus Susebach, "Denn auf drei verrauchten Geschossen mussten auf 500 Quadratmetern die drei vermissten Personen gesucht werden." Insgesamt fünf Trupps unter Pressluftatmer hatten nach vierzig Minuten alle Geschosse abgesucht und die drei Vermissten im Erdgeschoss, im Treppenraum und im zweiten Obergeschoss gefunden und in Sicherheit gebracht.

Nach einer Stunde war die Übung komplett abgearbeitet und die Feuerwehren trafen sich im Ziegenhäger Feuerwehrhaus zur Abschlussbesprechung. "Insgesamt können alle 42 Beteiligten mit den Übungsmöglichkeiten sowie dem Übungsablauf zufrieden sein. Die Koordination der einzelnen Feuerwehren kann noch weiter verbessert werden", so Harms.

Ein Dank gebühre aber auch der Eigentümerin des Gebäudes Dorothea Strauß dafür, dass sie ihr Gebäude für diese praxisnahe Übung zur Verfügung gestellt hat. "Sie hat damit zur Verbesserung der Einsatzbereitschaft beigetragen", so Susebach abschließend.

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