"Die drohende Keule der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen"

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Leserbrief zum Titel-Thema "Immer mehr Kittel am Haken" im  MARKTSPIEGEL vom 23. Mai.Sehr geehrte Damen und Herren,die Zukunftsaussicht der

Leserbrief zum Titel-Thema "Immer mehr Kittel am Haken" im  MARKTSPIEGEL vom 23. Mai.Sehr geehrte Damen und Herren,die Zukunftsaussicht der ärztlichen Versorgung im WMK ist weitaus problematischer als im Artikel dargestellt. Nachfolger für unsere Praxen zu finden, gestaltet sich wie die Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Junge Mediziner meiden das Land aus ganz anderen Gründen, als etwa die angesprochene Arbeits- und Dienstbelastung.

Die Hemmschwelle stellt die drohende Keule der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen dar, die immer dann zuschlägt, wenn bestimmte Mengen bei der ärztlichen Versorgung überschritten werden. Da aber im ländlichen Bereich nun mal mehr Patienten versorgt werden müssen als im Stadtbereich, kommen zwangsläufig Regressforderungen der KV auf die Ärzte zu, die durchaus existenzvernichtende Ausmasse annehmen können. In anderen Bundesländern ist hier Abhilfe geschaffen worden, indem die höheren Behandlungszahlen seitens der jeweiligen kassenärztlichen Vereinigung akzeptiert und honoriert werden - und siehe da, junge Mediziner zeigen durchaus Bereitschaft, hier zu arbeiten. Die Hessische KV scheint die demographische Veränderung und Entwicklung besonders der ländlichen nordhessischen Kreise nicht wahrzunehmen und reagiert per ordre de mufti mit dem Regressknüppel.

Mit freundlichem Gruß Dr. Dr. med. Herbert Baake (Großalmerode),'Facharzt für Allgemeinmedizin, Akupunktur, Lehrarzt der Universität Göttingen

Lesen Sie auch den Artikel "Können uns keine Ärzte backen - Landkreis ohne Arzt? Möglichkeiten gibt's, Patentrezepte gibt's nicht"

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