Durchschlag des A44-Tunnels bei Oetmannshausen nächster Meilenstein des Mammutprojektes

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Es ist vollbracht: Verantwortliche und Gäste freuen sich über den Durchschlag des A44-Tunnels Trimberg.

Der Ausbau der A44 zwischen Kassel und Eisenach hat die nächste Hürde genommen. Mit einer kleinen Zeremonie wurde der Durchschlag des 600 Meter langen Trimberg-Tunnles bei Oetmannshausen gefeiert. 

Um Punkt 13.30 Uhr war es so weit: Erst war nur ein Quietschen und Dröhnen zu hören, aber wenige Augenblicke später hatte sich der schwere Bagger durch die letzten Zentimeter Gestein gekämpft und ließ die ersten Sonnenstrahlen durch den kleinen Spalt ins Innere des Trimberg-Tunnels fallen. Zuvor hatten die Chefs der ausführenden Arbeitsgemeinschaft (ARGE) und der Firma DEGES, Jürgen Schmidt und Dr. Stefan Franz, in ihren Reden beeindruckende Details des Bauwerks bekanntgegeben.

So wurden seit Baubeginn vor 295 Tagen bis dato bereits 30.000 Kubikmeter Spritzbeton für die Innenschale verwendet und 42.000 Kubikmeter Erde (von insgesamt 125.000 Kubikmetern bis zur endgültigen Fertigstellung) bewegt. Letzteres entspricht einem 25 Meter hohen Erdhaufen auf einem 50x100 Meter großen Fußballfeld. 33 Mineure (Tunnelbauer), drei Poliere sowie Vorarbeiter und neun Handwerker waren allein für den Innenausbau bis dato nötig, die unzähligen weiteren Bauarbeiter rund um die 600 Meter langen Röhren nicht mitgerechnet.

58 Millionen wird der Tunnel bis zur Freigabe für den Verkehr dann verschlungen haben. Bis dahin müssen sich Anwohner der Orte Eltmannshausen und Oetmannshauen sowie Autofahrer jedoch noch gedulden: Der Termin zur Fertigstellung ist für 2025 avisiert, nach bisherigen Erfahrungswerten dürfte dann nochmal ein weiteres Jahr vergehen, bis die Eröffnung für den Straßenverkehr auch Realität geworden ist. Doch mit dem heutigen Durchschlag hat eines der größten Verkehrsprojekte der Bundesrepublik eine weitere Hürde genommen. 

Nach dem Durchschlag ging es für die zahlreichen offiziellen Vertreter und Gäste ins Innere der Röhre, wo sich ihnen ein ungewöhnlicher Anblick bot: Ein elegantes Buffet aus Getränken und Speisen vor der Kulisse von überdimensionalen Baufahrzeugen bekommt man schließlich auch nicht alle Tage geboten. In guter Tradition und dazugehörigem Bergbaugruß "Glück auf" stieß man mit einem Gläschen insbesondere darauf an, dass die Fortsetzung des Mammutprojektes auch weiterhin ohne größere Unfälle und Verletzten voranschreitet.

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