Durchschlag des A44-Tunnels Trimberg nächster Meilenstein des Mammutprojektes

Das Mammutprojekt des Ausbaus der A44 von Kassel nach Eisenach nahm am Mittwochmittag eine weitere Hürde: Der Durchschlag des Tunnels Trimberg bei Oetmannshausen (Werra-Meißner-Kreis) wurde von offiziellen Vertretern und Gästen entsprechend gefeiert.  

Um Punkt 13.30 Uhr war es so weit: Erst war nur ein Kratzen und Quietschen am Westportal des Tunnels Trimberg zu hören, doch wenige Augenblicke später fielen die ersten Lichtstrahlen in eine der beiden Röhren, als sich der schwere Bagger durch die letzten Zentimeter Gestein gekämpft hatte. Damit war der Durchschlag geschafft und die am Ausbau der A44 beteiligten Verantwortlichen von Hessen Mobil, der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) DEGES sowie weiterer Firmen strahlten mit der Sonne um die Wette. Kein Wunder, denn schließlich stellten "die letzten 34 Meter bis zum Durchschlag" noch einmal eine besonders große Herausforderung dar, wie DEGES-Chef Dr. Stefan Franz bei der feierlichen Zeremonie unterstrich. 

Zuvor hatte Jürgen Schmidt von der ARGE die zahlreichen Gäste begrüßt und das Quartett vom Bergmännischen Musikverein Ehrenfriedersdorf für die passende musikalische Untermalung gesorgt. Nach dem Durchschlag und einigen Sicherungsmaßnahmen der Bauarbeiter durften die Besucher durch den noch recht kleinen Spalt hindurch ins Innere der Röhre und sich einen ersten Eindruck des Bauwerkes verschaffen. Und beeindruckend ist nicht nur die Optik der Tunnelröhre, noch imposanter sind die Fakten und Zahlen, hier einige Beispiele: Auf einer Länge von knapp 600 Metern, Baubeginn war im Mai 2018, waren 33 Mineure (Tunnelbauer), drei Poliere/Vortriebsleiter sowie 9 Handwerker im Einsatz, bis dato wurden 42.000 Kubikmeter (von insgesamt 125.000) Erde bewegt, das einem 25 Meter hohen Erdhaufen auf einem Fußballfeld mit 50x100 Metern.

Der bisher benötigte Spritzbeton für die Innenschale des Tunnels beträgt 30.000 Kubikmeter, mit der Länge von  200 Kilometern benötigter Sicherungsmittel wie unter anderem Anker könnte man zweimal hin und zurück von Oetmannshausen nach Kassel fahren. Nicht ganz so imposant, aber dennoch beeindruckend weil durchaus ungewöhnlich, stellte sich das Bild zur Zeremonie im Tunnel dar: Ein elegantes Buffet an Speisen und Getränken im Innern einer eher muffigen und feuchten Tunnelröhre bekommt man schließlich auch nicht alle Tage zu Gesicht. Das Buffet ließen sich alle Beteiligten munden und genossen den Ausklang des kurzweiligen Nachmittages. Da störte es auch niemanden, dass die lang vermisste Sonne nur durch den ersten Spalt des Durchschlages zu sehen war.

Bis zur Fertigstellung und dem nächsten Festakt müssen sich Verantwortliche und die Anwohner der betroffenen Orte Eltmannshausen und Oetmannshausen allerdings noch gedulden, beides ist nämlich erst für 2025 geplant. Doch mit dem Durchschlag des Trimberg-Tunnels ist man diesem Ziel wieder im wahrsten Sinne ein Stück nähergekommen.     

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