Das eigene Kopfkino starten

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In der Fotoausstellung von Henner Papies wird der Besucher aktiv: Vernissage am FreitagEschwege. Diese Fotoausstellung verspricht ganz neue Blickwinke

In der Fotoausstellung von Henner Papies wird der Besucher aktiv: Vernissage am Freitag

Eschwege. Diese Fotoausstellung verspricht ganz neue Blickwinkel: Der junge Kölner Fotokünstler Henner Papies fordert die Besucher mit seinen Werken dazu auf, das eigene Kopfkino zu starten, selbst "Irgendwas mit Bildern" zu machen. So lautet dann auch der Titel der jüngsten Ausstellung des Kunstvereins Eschwege, die am kommenden Freitag, 1. März, um 19 Uhr mit einer Vernissage im Hochzeitshaus auf dem Schulberg eröffnet wird.

Vorsitzende Angelika Knapp-Lohkemper freut sich sehr darüber, nach dem großen Erfolg mit dem Wettbewerb "Licht & Schatten" erneut eine Fotoausstellung in Eschwege präsentieren zu können: "Mit Henner Papies stellt ein echtes Talent im Hochzeitshaus aus, seine Arbeiten gehen weit über die bloßen Bilder an der Wand hinaus", sagt sie. So versucht der 1982 in Siegen geborene Künstler, mit seinen fotografischen Arbeiten, einen Anstoß zu geben, den eigenen Bildkosmos zu durchforsten und das eigene Kopfkino zu starten. Medial greift der Fotograf, der Kunst und Psychologe studiert und sich mit seinen kunstpädagogischen Projekten in der Szene längst einen Namen gemacht hat, dabei auf unterschiedliche Möglichkeiten zurück. Großformatige Inszenierungen wie moderne Tafelbilder filmischen Ursprungs, deren Handlung vom Besucher selbst erdacht werden muss. Bilder dienen hier als Ausgangsbasis für ganz persönliche Kurzgeschichten.

Daneben werden Landschaftsaufnahmen präsentiert, Fotografien aus der Peripherie urbanen Lebens. Sie vermitteln einerseits den Eindruck von Natur, sind aber doch unweigerlich und offensichtlich von Menschenhand geschaffen. So entsteht hier laut Henner Papies, der seine Werke während der Vernissage selbst erläutern wird, ein mitteldeutsches Roadmovie als Ergebnis einer dauerhaften Bewegung von A nach B nach C. So wird der Betrachter aus seinen Sehgewohnheiten herausgerissen. Das scheinbar Vertraute entpuppt sich als Dekonstruktion medialer Alltagskultur. Die Ausstellung wird nach der Vernissage, die vom Jazz Affairs Trio musikalisch begleitet wird, zu den Öffnungszeiten des Hochzeitshauses bis einschließlich Freitag, 29. März, zu sehen sein.

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