Eigentlich immer 24 Stunden im Dienst

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Bad Sooden-Allendorf. Erfahrungsgemäß ist man als Polizist in einer Kleinstadt  immer im Dienst. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Auch we

Bad Sooden-Allendorf. Erfahrungsgemäß ist man als Polizist in einer Kleinstadt  immer im Dienst. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche. Auch wenn man die Uniform nach dem verdienten Feierabend schon längst abgelegt hat. Polizeioberkommissar Thomas Junghans wird auch noch lange nach Dienstschluss auf der Straße angesprochen. Von Nachbarn, Bekannten, Mitbürgern, die ihre Sorgen und Nöte äußern. Dabei erhält der Beamte aber auch hin und wieder Informationen, die ihm bei der Aufklärung eines Falls nützen oder die ihn dazu bewegen an manchen Orten mal etwas genauer hinzuschauen, um vorbeugend wirken zu können. Alles Vorteile, die sich die Polizei des Kreises zunutze macht und Junghans in der Kurstadt jetzt ganz offiziell als "Schutzmann vor Ort" vorstellt. Es ist eine in dieser Form einzigartige Aufgabe im Werra-Meißner-Kreis. Erst im Mai wurde der 44-Jährige vom Polizeipräsidium Nordhessen mit dieser Aufgabe betraut.

Nähe zu den Bürgern als Vorteil

Aus Sicht von Thomas Beck, Leiter der Polizeidirektion Werra-Meißner, ist der Kollege prädestiniert für diesen Posten: "Er ist den Bewohnern bekannt, wohnt hier schon seit 17 Jahren. Er ist also unser verlängerter Arm in die Gremien hinein."Der ,Schutzmann vor Ort’ stelle einen schwerpunktmäßig präventiv ausgerichteten Einsatz von uniformierten Beamten dar, informierte Beck weiter. Ziel sei die Vertrauen schaffende Kontaktpflege zu den Bürgern und Einrichtungen der Kurstadt."Thomas Junghans soll einen Baustein bürgernaher Polizeiarbeit darstellen, um einen höheren Bekanntheits- und Erreichbarkeitsgrad zu erlangen. Dem Wunsch des Bürgers nach einem dauerhaften Ansprechpartner vor Ort wird damit Rechnung getragen", ergänzt Uwe Bartholmai, Leiter der Polizeistation Eschwege.Auf die Frage, ob die Privatspähre nicht unter der ständigen Erreichbarkeit leide, antwortete Junghans gelassen: "Das ist für mich gar kein Problem und in unserem Job – gerade im ländlichen Bereich – ein Berufsrisiko, dass man gerne eingeht."Bürgermeister Frank Hix begrüßt den ,Schutzmann vor Ort’ als Bindeglied zu Einrichtungen der Gemeinde und bestehenden Präventionsgremien. Erfolg verpsricht sich Hix vor allem in Hinblick auf die Eindämmung des anhaltenden Vandalismus in der Kurstadt, der jährlich Kosten von tausenden von Euro verursacht.Junghans schließt im Polizeiposten Bad Sooden-Allendorf die Lücke seines Vorgängers Peter Hieronimus, der in den Ruhestand gegangen ist. Gemeinsam mit den Kollegen Hans-Jürgen Karges und Bernd Schreiber ist er im Polieiposten Bad Sooden-Allendorf täglich von 7 bis 17 Uhr erreichbar. Gut möglich, dass man Thomas Junghans bald auf dem Sattel Streife fahren sieht, denn der gebürtige Bischhäuser tritt auch in seiner Freizeit gern in die Pedale und kann sich ein Fahrrad als "Dienstfahrzeug" durchaus vorstellen (siehe EXTRA-INFO).

+++EXTRA-INFO+++

Zur Person

Thomas Junghans stammt gebürtig aus Bischhausen (Waldkappel), ist 44 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern. Er ist bereits seit 1987 im Polizeidienst tätig. Mühlheim, Frankfurt und Eschwege zählen zu seinen beruflichen Stationen. Seit 1994 wohnt der Polizeioberkommissar in Bad Sooden-Allendorf. Zu seinen Hobbys zählen Fußballspielen in der ortsansässigen TSG und Radtouren mit dem Mountainbike. Außerdem ist er ein leidenschaftlicher Camper.

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