,Ein extremes Jahr’

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Werra-Meißner/Hebenshausen. Landwirt Hermann Kawe ist das Auf und Ab bei Ernte und Preisen gewöhnt. Er bewirtschaftet ausschließlich Ackerland in

Werra-Meißner/Hebenshausen. Landwirt Hermann Kawe ist das Auf und Ab bei Ernte und Preisen gewöhnt. Er bewirtschaftet ausschließlich Ackerland in der Gemarkung Hebenshausen. Der Großteil der diesjährigen Ernte, darunter Raps, Weizen und Gerste wurden bereits eingefahren. "Es ist ein durchschnittliches Jahr. Die Preise haben sich zwar verbessert, aber dafür gab es schlechtere Erträge. Es gleicht sich also wieder aus", informiert der Landwirt.Die Gründe dafür nennt Horst Kupski, 1. Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Werra-Meißner: "Wir hatten in den vergangenen Monaten mit schwierigen Witterungsverhältnissen zu kämpfen, die uns ganz schön gefordert haben. Das Hochwasser und die Frühjahrstrockenheit führte in den betroffenen Bereichen zu deutlichen Ertragsunterschieden und auf schlechten Böden kam es fast zu Totalausfällen. Hinzu kommt, dass der Raps im Herbst 2010 auf Grund von Ernteverzögerungen zu spät ausgesät wurde. Darum fielen hier die Erträge in diesem Jahr deutlich geringer aus." Durch das Unwetter vor wenigen Wochen sei die Maisernte durch Hagelschlag mancherorts komplett vernichtet worden und auch die Rüben mussten vorzeitig gerodet werden, was zu Einbußen der Qualität geführt habe. Rund 10 Prozent der Kreisfläche sei von dem Unwetter betroffen gewesen. "Die guten Statistiken von Bund und Ländern können wir im Kreis nicht bestätigen. Es war ein sehr extremes Jahr", so Kupski weiter.

Zirka 30 Prozent weniger Weizen auf Hof Kawe

Hermann Kawe baut überwiegend Winterweizen an, hinzu kommen zu gleichen Teilen Raps, Zuckerrüben und Wintergerste.Auch bei ihm machte sich das Zusammenspiel der genannten Faktoren auf den Feldern bemerkbar. 30 Prozent weniger Weizen hat er zu verzeichnen. Die Gersten- und Rapsernte sei dagegen akzeptabel ausgefallen.

Bis Mitte November wird er die Zuckerrüben eingefahren haben, die eine Fabrik in Wabern abnimmt. Mais macht den kleinsten Anteil mit etwa fünf Prozent der bestellten Fläche aus. Er wird an eine Biogasanlage verkauft.Die Abhängigkeit vom Wetter hat Hermann Kawe akzepiert: "Wir sind alle Unternehmer und kennen die Risiken. Für die Landwirtschaft wachsen die Bäume nunmal nicht in den Himmel."

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