„Ein langer steiniger Weg geht zu Ende“

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Staatssekretaer Rainer Bomba (li.) gratulierte Bernd Appel von der Buergerinitiative B249 zum Startschuss fuer die Bauarbeiten. Fotos: Liese

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten an der Ortsumgehung der B249 in Frieda begonnenFrieda. Heute war der Tag, auf den die Friedsc

Mit einem symbolischen Spatenstich haben die Bauarbeiten an der Ortsumgehung der B249 in Frieda begonnen

Frieda. Heute war der Tag, auf den die Friedschen lange Zeit gewartet hatten: Der Tag, an dem der erste Spatenstich für die Ortsumgehung begangen wurde. Und wie lang die Zeit war, machte Staatssekretär Rainer Bomba deutlich:."75 Jahre Planungszeit sind nicht nur rekordverdächtig. Sie sind auch einfach zu viel", so Bomba, der genau wie Martin Weber (stv. Bundesverkehrsminister), Landrat Stefan Reuß, Burkhard Vieth (Präsident Hessen Mobil) und Harald Schädler (Vorsitzender der Gemeindevertretung) zu diesem einzigartigen Ereignis nach Frieda gekommen war. "Als ich vor mehr als einem Jahr von dem Bundestagsabgeordneten Heiderich auf diese Ortsumgehung aufmerksam gemacht wurde, wusste ich nicht einmal, wo Frieda überhaupt liegt", scherzte Bomba, der sich bei seinem ersten Besuch ein Bild von der Verkehrssituation im Meinharder Ortsteil machen konnte.

9.000 Fahrzeuge in 24 Stunden

"Es ist bekannt, was wir hier an täglichem Durchgangsverkehr haben. Und so habe ich Frieda in mein schwarzes Buch eingetragen", sagte der Staatssekretär. Denn bereits 2010 waren es 9.000 Fahrzeuge, davon 650 Lkw, die innerhalb von 24 Stunden durch den Ort fuhren. 2020 wären es ganze 12.400 Fahrzeuge, davon 1.500 Lkw. "Hier brannte es wirklich und deswegen war ich glücklich als ich sagen konnte: Ja, wir haben das Geld und ja, wir legen los", so Bomba weiter, der den Bau dieser Ortsumgehung als eine Herzensangelegenheit bezeichnete. "Ein sehr langer und steiniger Weg geht nun zu Ende und bald wird man hier eine bessere Lebensqualität erfahren", so Martin Weber, der in Vertretung für den verhinderten Bundesverkehrsminister Florian Rentsch nach Frieda gekommen war.

Besonderer Dank galt der Bürgerinitiative

Einen ganz besonderen Dank für das langjährige Engagement richtete Landrat Stefan Reuß der Bürgerinitative B249. "Der Kampf über viele Jahrzehnte hinweg hat sich gelohnt", so Reuß, der inbesondere auch den Vorsitzenden Bernd Appel hervorhob, der dem ganzen Geschehen noch eine besondere Note verlieh. Denn nach dem Spatenstich lud Appel zu einer kleinen Feierstunde in die Weinberghalle ein. "Wir werden einen würdigen Gang bis zur Weinberghalle haben, denn dann werden wir von dem Geläut begleitet", so Appel, der die Schilder, die über die Jahre an der Hauptstraße in Frieda aufgestellt wurden, um ein kleines Detail veränderte. "Versprochen, gehalten" ragt nun über den Aussagen der einzelnen Politiker, die sich in den Jahren für die Ortsumgehung eingesetzt hatten.

Bauarbeiten dauern bis Herbst 2015

Mit dem ersten Spatenstich beginnt der Bau der Ortsumgehung. Dazu gehören zunächst die Errichtung einer Baustraße und die Umverlegung von Leitungen. Im Anschluss, voraussichtlich im Januar/Februar 2014, folgt der Streckenbau und es werden vier neue Brückenbauwerke hergestellt. Der überwiegende Teil der Arbeiten wird außerhalb des Verkehrsraumes der jetzigen B249 ausgeführt, so dass für den überörtlichen Verkehr nur geringfügige Behinderungen während der Bauzeit zu erwarten sind. Die Gesamtbaumaßnahme mit einer Strecke von rund 2,2 Kilometern wird voraussichtlich im Herbst 2015 abgeschlossen.

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