Einleitung in die Nordsee: „Keine Bedenken“

Am Dienstag tagte in Kassel eine Arbeitsgruppe des Runden Tisches Gewsserschutz Werra/Weser und Kaliproduktion, bei der Gutachter

Am Dienstag tagte in Kassel eine Arbeitsgruppe des Runden Tisches Gewsserschutz Werra/Weser und Kaliproduktion, bei der Gutachter ihre Einschtzung der beiden Entsorgungsvarianten fr die nicht vermeidbaren Salzabwsser der Firma K+S vortrugen. Insgesamt nahmen an dieser Sitzung ber 50 Personen teil. Hier die Pressemitteilung des Runden Tisches zu der Veranstaltung:

Gutachter am Runden Tisch: NIS mglich, aber riskant geringes Risiko fr die Umwelt bei Einleitung in die Nordsee

Gutachter untersuchten im Auftrag des Runden Tisches die beiden diskutierten Entsorgungsverfahren fr das nicht vermeidbare Salzabwasser: Die Bedenken gegen eine Einleitung in die Nordsee konnten weitgehend ausgerumt werden. Die von K+S als mgliche Alternative favorisierte Neue Integrierte Salzabwassersteuerung (NIS) ist laut Gutachter zwar grundstzlich machbar, aber riskant. Auerdem wird die Werra in diesem Fall dauerhaft belastet bleiben.

Die von K+S geplante NIS sieht vor, hartes Salzabwasser zu versenken und in einer gewissen Entfernung davon weiches Salzabwasser abzupumpen. Dieses muss dann auf Dauer in die Werra eingeleitet werden. Hintergrund: Die weichen Wsser sind fr die Lebewesen in der Werra weniger schdlich als die harten Wsser.

Dadurch, so die Aussage des Gutachters, wird die Werra aber nicht grundstzlich saniert. Ich fhle mich in meiner Einschtzung, die ich mit der groen Mehrheit am Runden Tisch teile, besttigt: Die NIS ist allenfalls als bergangstechnik bis zum Bau der Pipeline zu rechtfertigen. Dauerhafte Einleitungen in die Werra sind keine nachhaltige Lsung.

Will man die NIS dennoch realisieren, sieht Prof. Sauter, Professor fr angewandte Geologie an der Universitt Gttingen, Risiken aufgrund von Ungewissheit:

Niemand wei genau, wo sich welches Abwasser (insgesamt wurde in den vergangenen 80 Jahren etwa ein Kubikkilometer Abwasser versenkt) im Untergrund befindet.

Die fr die Versenkung genutzte geologische Schicht, der Plattendolomit, ist komplex, er hat Klfte und Poren. Wie genau sich das Salzabwasser im Untergrund bewegt, ist unklar. Und was sich im darber liegenden Buntsandstein tut (der Grundwasserleiter), ist kaum vorhersagbar.

Zustzlich beschftigte sich die Arbeitsgruppe mit den Auswirkungen einer Einleitung von Salzabwasser aufdie Nordsee. Modellberechnungen der Bundesanstalt fr Wasserbau zeigen, dass eine Einleitung von Salzabwasser am besten im Jadebusen erfolgt, da hier dicht am Ufer eine groe Wassertiefe ansteht, ein intensiver Wasseraustausch durch Ebbe und Flut erfolgt und vor allem auch kein stuar vorliegt (kein Fluss leitet hier Swasser ein).

Die Zunahme des Salzgehaltes dort wre im Fall einer Einleitung so gering, dass sie sich kaum messen lsst (im Promille-Bereich des natrlichen Gehaltes). Schutzgebiete wie der Nationalpark Wattenmeer wrden nicht beeintrchtigt. Und dort, wo die Salzmengen derzeit via Werra und Weser eingeleitet werden, sind die Auswirkungen fr die Lebewesen dagegen deutlich grer.

Am 9. Februar soll die abschlieende Beschlussfassung am Runden Tisch erfolgen.

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Eine Reaktion der Werra-Weser-Anrainerkonferenz auf die Veranstaltung des Runden Tisches und dessen Pressemitteilung gibt es auch schon. Lesen Sie hier:

Kniefall vor der Kali-Industrie Werra-Weser-Anrainerkonferenz reagiert: Entschlussempfehlung war vorgefertigt! Kein Platz fr Kritiker!

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Lesen Sie hier mehr zum Thema:

Vom Mittwoch, 20. Januar: Werra: Ohrfeige fr Runden Tisch Niederschsischer Landtag erteilt Pipeline-Fiktion des Runden Tisches ein Absage K+S soll neueste Technik einsetzen

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Vom Donnerstag, 21. Januar: Pipeline bleibt auf der Tagesordnung Werraversalzung: Hessens Umweltministerin Lautenschlger nimmt Stellung zur Entscheidung im niederschsischen Landtag

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