Einnahmen hier, Einbußen dort

Zwischenruf von LARS WINTERDass eine Stadt nichts gegen die Ansiedlung von Spielhallen hat, ist verstndlich. Schlielich sind Automatenbet

Zwischenruf von LARS WINTER

Dass eine Stadt nichts gegen die Ansiedlung von Spielhallen hat, ist verstndlich. Schlielich sind Automatenbetreiber gern gesehene Steuerzahler. Immerhin bis zu 115 Euro pro Monat und Automat in Spielhallen landen in der Stadtkasse. Fr Kneipen ist im Eschweger Stadtrecht ein Maximum von zirka 40 Euro pro Automat und Monat angesetzt. Leicht ,verdientes Geld, das da regelmig ins Stadtsckchen fliet. Im vergangenen Jahr warens satte 126.000 Euro.

Einnahmen fr eine Stadt sind immer gut, das Problem liegt wo ganz anders: Wo es viele Automaten gibt, wird auch viel gezockt. Und vor allem verzockt. Geld, dass normalerweise fr den tglichen Bedarf ausgegeben wird, fr Nahrung, Kleidung, Mbel, fr einen Kaffee, ein Bier oder ein Abendessen. Geld, das aber nie im regionalen Wirtschaftskreislauf ankommt, weil es stattdessen in den vielen Daddel-Automaten der Stadt landet. Unsere heimischen Unternehmer leiden daher indirekt unter der zunehmenden Zahl an Spielautomaten.

Ganz abgesehen vom Leid und dem mglichen Ruin der Familien, die einen Hardcore-Zocker in ihren Reihen haben. Denen droht der soziale Totalabsturz, was wiederum Kosten fr Stadt und Einbuen fr Handel und Gewerbe bedeuten. Ein Kreislauf, den es zu unterbrechen gilt. Und deswegen kann der einzig richtige Weg fr Zocker und Angehrige nur sein: Hin zur Suchthilfe egal, wie schwer dieser Schritt auch fllt.

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