„Am Ende steht ein Plus“

Hessisch Lichtenau. Als vor sechs Jahren die Umwandlung der Kaserne in Hessisch Lichtenau begann, sah es alles andere als vielversprechend aus. Rote Z

Hessisch Lichtenau. Als vor sechs Jahren die Umwandlung der Kaserne in Hessisch Lichtenau begann, sah es alles andere als vielversprechend aus. Rote Zahlen wurden in Wirtschaftsstudien, unter anderem von der WFG prognostiziert.

Die Nutzung war auf die Bundeswehr, aber nicht auf die private Wirtschaft zugeschnitten. "Man hätte Millionen investieren müssen, um die Grundstücke zu verkaufen", erklärte Bürgermeister Jürgen Herwig.

Doch es kam alles ganz anders. Bis zum 1. Januar 2010 geschah nicht viel auf dem Gelände, doch dann übernahm die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben aus Erfuhrt (BImA) den Verkauf des Geländes.

Von da an dauerte es dann drei Jahre, bis das Gelände verkauft wurde. Und zwar mit Gewinn. Wie hoch dieser letztlich ist, das wollten die Verantwortlichen nicht mitteilen, weder Stadt, noch BImA, noch Käufer. "Am Ende stehen jedoch dicke schwarze Zahlen", erklärte Sebastian Reichert von der BImA.

Auch der größte Investor, das Kaufunger Unternehmen TFC Real Estate Consultants GmbH & Co. Development KG (TFC), ist mit der Investition hoch zufrieden. Auf den Kauf einigte man sich vor zwei Wochen (der MARKTSPIEGEL berichtete exklusiv).

Autologistik im großen Stil

Auf insgesamt 31 Hektar entsteht hier eines der größten Auto-Logistikzentren in Deutschland. "In 2012 hatten wir vor Ort bis zu 4.100 Fahrzeuge stehen", sagte Volker Riedemann, Geschäftsführer der Pressler Logistik GmbH, die inzwischen zur TFC gehört. Bisher waren Teile des Geländes nur angemietet, jetzt wurden sie gekauft.

Der Standort soll in den kommenden Jahren weiter an Bedeutung gewinnen. "Es ist durchaus möglich hier bis zu 100 neue Stellen zu schaffen", so Riedemann. Wenn es nach der TFC geht, dann möchte man zukünftig nicht mehr nur die Autos in Hessisch Lichtenau auf- und abladen, sondern auch aufbereiten und weitere Arbeiten durchführen.

Der Plan von Stadt und BImA, das Gelände vollständig zu verkaufen und nicht nur Stückchenweise ist somit aufgegangen.

Einig war man sich seitens der TFC, BImA und Stadt auch noch in einem anderen Punkt: "Ohne Ulrich Rodewald von der Wirtschaftsförderung der Stadt Hessisch Lichtenau hätte der Verkauf nicht so schnell stattfinden können." Rodewald kümmerte sich unter anderem um die Betreuung der Investoren und sorgte mit "innovativen Ideen, wie der Umfunktionierung vorhandener Infrastrukturen für günstige Lösungen.

Mit der Unterzeichnung der Kaufverträge ist die Umwandlung der Kaserne nun abgeschlossen.

Das Regierungspräsidium in Kassel erklärte bereits vor einem Jahr, dass die Konversion der Kaserne in Lichtenau als Vorbild für die Konversion weiterer Kasernen dienen soll.

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