Energie in Bürgerhand

Werra-Meißner. Wie wär’s, wenn Sie demnächst Ihre Wärme und Ihren Strom aus ,Ihrer’ Anlage beziehen? Und mitbestimmen, wie diese Energie erzeu

Werra-Meißner. Wie wär’s, wenn Sie demnächst Ihre Wärme und Ihren Strom aus ,Ihrer’ Anlage beziehen? Und mitbestimmen, wie diese Energie erzeugt wird? Das kann schon bald Realität werden: ,Energiebürger’ stehen in den Startlöchern. Nach mehrmonatiger Vorbereitungszeit hat sich die Initiative für eine Bürgerenergie-Genossenschaft Werra-Meißner gegründet.

Unter dem Namen ,Bürgerenergie Werra-Meißner eG’ will die Genossenschaft Jedem die Gelegenheit geben, ab einem Anteil von 250 Euro ein aktiver Energiebürger zu werden.

Die vom ers­ten Kreisbeigeordneten und Umweltdezernenten Rainer Wallmann angestoßene Initiative zur Energiewende im Werra-Meißner-Kreis ist auf fruchtbaren Boden gefallen: Nach zahlreichen Informationsveranstaltungen haben über 100 Bürgerinnen und Bürger ihr Interesse an einer ,bürgernahen’ Energieversorgung bekundet.

Rund 20 Aktive haben sich seither in vier Arbeitsgruppen engagiert. "Über 1.500 Arbeitsstunden haben sie in das gemeinschaftliche Projekt gesteckt, jetzt ist die Zeit reif für die Umsetzung", sagt Andreas Schug, der den Arbeitskreis Gründung leitet.

Die Initiative will erreichen, dass Energie durch ökologisch sinnvolle Projekte wie Solar-, Wasser-, Biogas- und Windkraftanlagen vor Ort gewonnen wird – von denen auch jeder Bürger profitieren kann. Nicht nur im ideellen Sinne, sondern auch in Form von Dividenden.

Die heimische Wirtschaft stärken

"Es ist wichtig, dass durch die regionale Energiegewinnung auch die heimische Wirtschaft gestärkt wird und die Energie nicht ,irgendwo’ her kommt", so Dipl.Ing. Martin Rohmund, in den Stadtwerken für ,Neue Energien’ zuständig. "Wir wollen den hohen Einsatz fossiler Energie reduzieren, Energieeffizienz verbessern und den Rest umweltfreundlich erzeugen."

Das Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie

"Auf dem Weg zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien werden wir alle Energieformen brauchen, von der Solarenergie über Biomasse bis zur Windkraft", ergänzt Andreas Schug. Es geht um eine lebenswerte Zukunft für unsere Kinder und Enkelkinder, die eine intakte Umwelt brauchen."

Und bald schon geht es los: Ein Kleinwasserprojekt und eine Photovoltaikanlage sind in Vorbereitung.

"Die Genossenschaft kann dafür sorgen, dass die Wertschöpfung aus Erneuerbaren Energien den Bürgern vor Ort zu Gute kommt", betont Rainer Wallmann, selbstverständlich auch ein Genossenschaftsmitglied.

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