Zur Erinnerung an die Grenzöffnung

+
Die fünf Bürgermeister (v.li.) Thomas Mäurer (Weißenborn), Michael Reinz (Treffurt), Wilhelm Gebhard (Wanfried), Andreas Henning (Südeichsfeld) und Martin Kozber (Geismar) laden schon jetzt zum 25-jährigen Jubiläum der Grenzöffnung ein, zu dem ein gemeinsame Gedenk- und Festveranstaltung organisiert wird. Foto: Privat

Wanfried/Weißenborn. Zum 25-jährigen Jubiläum planen fünf Kommunen eine gemeinsame Gedenk- und Festveranstaltung.

Wanfried/Weißenborn. Am 9. November diesen Jahres jährt sich zum 25. Mal der historische Tag des Mauerfalls in Berlin. Nur wenige Tage nach dem Mauerfall wurden auch in unserer Region zahlreiche Grenzsperranlagen zwischen der ehemaligen DDR und der Bundesrepublik Deutschland geöffnet: Am 12. November 1989 zwischen Wanfried und Katharinenberg, am 13. November zwischen Goßburschla und Großburschla Bahnhof, am 18. November zwischen Treffurt und Wanfried und in der Folgezeit einige weitere. Fünf Städte und Gemeinden aus vier Landkreisen und zwei Bundesländern planen bereits seit Herbst vergangenen Jahres eine gemeinsame Gedenk- und Festveranstaltung im November aus Anlass des 25. Jahrestages der Grenzöffnung zwischen beiden dt. Staaten. Damit wollen die fünf Kommunen an diese auch für unsere Region so bedeutsame Zeit der Wende erinnern.

Die Stadt Treffurt (Wartburgkreis/Thüringen), die Gemeinde Geismar (Landkreis Eichsfeld/Thüringen) und die Landgemeinde Südeichsfeld (Unstrut-Hainich-Kreis/Thüringen) sowie die Gemeinde Weißenborn und die Stadt Wanfried (beide Werra-Meißner-Kreis/Hessen) werden die Veranstaltung organisieren und laden schon heute alle Bürgerinnen und Bürger sowie Interessierte herzlich dazu ein. Die Idee zu einer gemeinsamen Gedenk- und Festveranstaltung entwickelten die fünf Bürgermeister bei den Treffen, die regelmäßig zum Gedankenaustausch über Landes- und Kreisgrenzen hinaus verabredet werden.

Der derzeitige Ablauf sieht vor, dass am 8. November gegen 18 Uhr eine große Gedenkveranstaltung mit einem prominenten Festredner und Zeitzeugen in der Normannsteinhalle Treffurt stattfindet. Anschließend wird es einen Abend der Begegnung mit Tanz und Unterhaltung im Festzelt geben. Der Standort des Festzeltes steht auch schon fest. Genau dort, wo eine Ortschaft durch die unüberwindbare innerdeutsche Grenze geteilt war, wird das Festzelt stehen. Dafür gibt es keinen Ort, der geeigneter wäre als der Bahnhof in Großburschla. "An diesem geschichtsträchtigen Ort wird der ganze Wahnsinn der innerdeutschen Teilung in unserer Region am deutlichsten", sind sich die fünf Bürgermeister sicher. Am Sonntag, 9. November, ist ein ökumenischer Festgottesdienst im Festzelt geplant. Einige Pfarrerinnen und Pfarrer aus den beteiligten Kommunen haben bereits ihre Bereitschaft erklärt, den Festgottesdienst zu organisieren. Der Gottesdienst wird um 11 Uhr beginnen. Die verantwortlichen Kommunen werden hierzu eine Sternwanderung organisieren. Anschließend wird ein gemeinsames Mittagessen angeboten. Der Tag endet mit einem Nachmittag der Begegnung für die Menschen der Region.

Bereits 2009 fand eine große Gedenkveranstaltung aus Anlass des 20. Jahrestags der Grenzöffnung in der Normannsteinhalle statt. Damals wurde die Veranstaltung von Weißenborn, Treffurt, Wanfried, Katharinenberg und Hildebrandshausen organisiert. Über 800 Menschen versammelten sich in der Normannsteinhalle, um sich gemeinsam zu erinnern. Der einzig verbliebene Bürgermeister aus 2009 ist der Wanfrieder Verwaltungschef Wilhelm Gebhard.

In Weißenborn und Treffurt sind mit Thomas Mäurer und Michael Reinz zwischenzeitlich neue Bürgermeister im Amt. Katharinenberg und Hildebrandshausen gehören seit 2012 der Landgemeinde Südeichsfeld an. Hier heißt der Bürgermeister Andreas Henning. In Geismar ist Martin Kozber Bürgermeister.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Unbekannter griff Zeitungszusteller in Eschwege an

Am frühen Samstagmorgen ist ein 51-jähriger Zeitungszusteller aus Wehretal von einem unbekannten Mann in Eschwege angegriffen und verletzt worden. Die Polizei bittet um …
Unbekannter griff Zeitungszusteller in Eschwege an

Autoknacker in Bad Sooden-Allendorf unterwegs

Autos waren das Ziel der Täter, die im Verlauf des Samstagabends, 7. Dezember, versucht haben, Wertsachen aus mehreren Pkw zu stehlen.
Autoknacker in Bad Sooden-Allendorf unterwegs

B 80 bei Neu Eichenberg ist ab dem 6. Januar voll gesperrt

Neu Eichenberg: Vollsperrung der Bundesstraße 80 ab dem 6. januar
B 80 bei Neu Eichenberg ist ab dem 6. Januar voll gesperrt

Neu-Eichenberg: 21-Jähriger bedroht Vater mit Machete 

Polizei nimmt 21-Jährige fest. Der hatte 1,2 Promille im Blut.
Neu-Eichenberg: 21-Jähriger bedroht Vater mit Machete 

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.