Erlösung für Ermschwerder

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Fliegenplage: Kompstanlage auf dem Burgberg wird vorübergehend nicht mehr mit Bio-Abfall beliefertWitzenhausen. Im Mai war man auf der Kompostanlage

Fliegenplage: Kompstanlage auf dem Burgberg wird vorübergehend nicht mehr mit Bio-Abfall beliefert

Witzenhausen. Im Mai war man auf der Kompostanlage auf dem Witzenhäuser Burgberg positiv gestimmt, das man die Fliegenplage in diesem Jahr durch eine Komplettreinigung in den Griff bekommen könnte.

Doch leider haben die warmen Tagen in den vergangenen Wochen gezeigt das dem nicht so ist. "Ich habe zahlreiche Anrufen erhalten und es wurden von Woche zu Woche mehr Fliegen. Daher mussten wir etwas unternehmen", sagte Ortsvorsteher Viktor Lapuchin. Er nahm Kontakt mit Bürgermeisterin Angela Fischer auf und pochte auf eine schnelle Lösung oder eine sofortige Schließung. "Sonst müssen wir andere Seiten aufziehen und die Kompostanlage mit Autos blockieren, damit kein Bio-Abfall mehr angeliefert wird", so Lapuchin.

Umweltdezernent Dr. Rainer Wallmann und Matthias Wenderoth, Geschäftsführer des Zweckverbands Abfallwirtschaft (ZVA) Werra-Meißner-Kreis, haben sich daraufhin wieder in Planungen und Ausarbeitungen von einer Lösung geworfen.

"Die Situation ist wirklich unerträglich. Da ist es klar, dass wir intensiv an einer Problemlösung gearbeitet haben", so Dr. Wallmann. Und zusammen mit Wenderoth, Jürgen Herwig (Vorsitzender des ZVA) und Bürgermeisterin Fischer, der Betreiberfirmen Vogteier Kompost und Fehr konnte man sich auf eine kurzfristige Lösung einigen. "Ab sofort werden keine Bio-Abfälle mehr auf die Kompostanlage auf dem Burgberg geliefert", so Dr. Wallmann.

Ab Montag werden die Abfälle, für mindestens vier Wochen nach Niederdorla umgeleitet und die zusätzlichen Kosten werden vom ZVA und der Stadt Witzenhausen, da sie nicht Mitglied im Verband ist, getragen. "Sollten die Temperaturen so bleiben, wird die Anlage noch bis in den September nicht beliefert. Wenn diese Regelung erfolgreich sein sollte, können wir uns auch vorstellen, diese auch im nächsten Sommer so umzusetzen", ist der Umweltdezernent positiv gestimmt.

Als Arbeitsauftrag erhielten jetzt die Firmen Fehr und Vogteier, die Anlage wieder weitestgehend zu reinigen, "damit die Belastung so gering wie möglich von dem verbliebenen Abfall ausgeht", so Dr. Wallmann.

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