Erste Förderperiode von „Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis" endet

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Die Teilnehmer der Demokratie-Konferenz.

Bei der Demokratiekonferenz am Dienstag in Sontra blickten die Projektverantwortlichen auf die vergangenen vier Jahre zurück und wagten einen Ausblick in die kommenden Jahre.

Sontra - „Um den Widerstand allgegenwärtig um sich zu haben, ist dieser Ort ein ganz besonderer“, sagte Katharina Franke von der Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis. Denn die Demokratie-Konferenz zum Ablauf der ersten Förderperiode fand am Dienstag in der Adam-von-Trott-Schule in Sontra statt. Der Namensgeber der Schule, die kürzlich ihr 50-jähriges Bestehen feierte, war Widerstandskämpfer im Nationalsozialismus. „Demokratie spielt nicht nur eine große Rolle in unserem Leben, sondern wir reden auch darüber und arbeiten daran“, sagte Landrat Stefan Reuß in seiner Begrüßungsrede.

Es habe sich für den Verein und den Kreis gelohnt, an der Förderung teilzunehmen, viele Projekte und Veranstaltungen zum Thema Demokratie seien entstanden. Daher sei es in der heutigen Zeit, in der Parteien gewählt werden, die nicht dem demokratischen Ansinnen gerecht würden, wichtig, dass der Verein nahtlos in die zweite Förderperiode von 2020 bis 2024 übergeht. „Es ist wichtig zu wissen, was es heißt, in einem Land in Friede und Freiheit zu leben und das der Weg dahin nicht leicht war“, so Reuß, der weiterhin mahnt: „Wir müssen in dieser Zeit wieder häufiger mutig sein und die Stimme heben für Demokratie. Wenn Hetze und Rassismus, vor allem im Internet, aber auch persönlich zunehmen, müssen wir Widerstand formulieren.“ Zu den Gästen der Konferenz zählte auch Moderator und Poetry-Slammer Felix Römer. „Rassismus und Faschismus sind die größten Feinde der Demokratie“, sagte er und trug einen Text vor, „der auf sämtliche sachliche Argumente verzichtet“.

Danach gehörte Schülerinnen der Adam-von-Trott-Schule das Wort. Sie stellten das Projekt „Meine Stadt - Mein Engagement“ vor, bei dem sie in acht örtliche Vereine einen Einblick bekamen. Mit dabei auch die Feuerwehr, die den Schülern einen erlebnisreichen Tag bot. Die Ausführungen unterstrich Stadtbrandinspektor André Bernhardt, der das Projekt begleitete. Nach musikalischen Beiträgen von „Musik International“, begleitet vom Instrumentenensemble „Flinke Finger“, konnten die Besucher in einer Marktplatz-Situation einzelne Projekte und Themen der letzten Jahre kennenlernen.

Extra Info: Demokratie leben

Seit Juni 2015 wurden durch die Partnerschaft für Demokratie im Werra-Meißner-Kreis 149 Projekte gefördert, alleine 110.000 Euro in diesem Jahr investiert. In der zweiten Förderperiode wird der inhaltliche Dreiklang „Demokratie fördern. Vielfalt gestalten. Extremismus vorbeugen“ handlungsleitend sein. Zielgruppe sollen dabei vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Leitziele sind: Region der Demokratiebildung, Vielfalt und Toleranz, Menschen treten rassistischen und extremistischen Einstellungen entgegen, demokratische Gestaltungsprozesse in der Arbeit mit jungen Menschen verankern und Vereine und Verbände aktivieren.

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