Eschwege: Begegnungsstätte Vielfalt/Diversity erhält Förderung für die nächsten Jahre

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Hier wird es auch in den nächsten drei Jahren Begegnungen auf Augenhöhe geben: (v.li.) Wilfried Schreiber, Felix Martin, Isabel Gomes-Leps, Knut John (Landtagsabgeordneter, SPD), Karl Montag (Ehrenamtskoordinator), Annemarie Truniger und Aylin Abhau (Ehrenamtskoordinatorin).

Gute Nachrichten gab es jetzt für die Begegnungsstätte Vielfalt/Diversity in Eschwege. Die Einrichtung, die vom Förderverein Arbeit, Recycling und Design e.V. betrieben wird, erhält in den nächsten drei Jahren mehr als 131.000 Euro Fördermittel.

Eschwege. Durch 24.777 Euro des WIR-Programmes ist die Existenz für 2020 gesichert. Und auch danach kann es mit der Arbeit am Hospitalplatz weitergehen. „Wir haben unser Konzept etwas erweitert. In Zukunft wird die stärkere Einbindung von Frauen mit Migrationshintergrund gefördert“, sagt Projektkoordinatorin Isabel Gomes-Leps. Frauen würden eine Schlüsselrolle einnehmen, wenn es um die Eingliederung in die Gesellschaft geht. Auch ihr Kontext im Familienverbund und die Rolle der Männer spiele bei der Integration eine wichtige Rolle. „Wir können uns nicht nur auf die Frauen konzentrieren, wenn wir nicht auch die Männer mit ins Boot holen“, so Gomes-Leps.

Die Begegnungsstätte bietet seit 2016 allen Interessierten, egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund, eine Informationsplattform durch Workshops, Feste oder Zusammentreffen. Außerdem bietet sie einen geschützten Ort des Austausches und der Begegnung auf Augenhöhe. In diesem soll es zukünftig auch verstärkt um die Themen häusliche Gewalt und weibliche Genitalverstümmelung gehen. „Wir wollen das Sprachrohr sein, Selbstbestimmung fördern und in bestimmten Fällen auch an andere Stellen weitervermitteln“, sagt Wilfried Schreiber vom Vereinsvorstand und ehemaliger Projektkoordinator. Er wünscht sich, dass die Begegnungsstätte als Projekt auch nach den drei Jahren bestehen kann und verstetigt wird. „Wir sind Anlaufstelle für Ehrenamtliche, nicht nur für Integration. Jeder, der sich ehrenamtlich engagieren möchte, kann zu uns kommen“, so Schreiber.

Unterstützt wird das Projekt nicht nur vom Land, sondern auch von Beginn an von der Stadt Eschwege. „Ich freue mich sehr, dass es eine weitere WIR-Zusage gibt und die erfolgreiche Arbeit fortgesetzt werden kann. Die Begegnungsstätte ist ein wichtiger Partner und ein starker Baustein für ein gelebtes Miteinander“, sagt Bürgermeister Alexander Heppe.

Auch Felix Martin (Die Grünen), hat den Verein bei der Antragstellung unterstützt. „Die aktuelle Corona-Situation macht nicht nur viel mit der Wirtschaft, sondern auch in der Gesellschaft. Umso wichtiger braucht diese Institution eine Zukunft. Sie hat in den letzten Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass sie die Gesellschaft mit viel Herzblut und Engagement stärkt“, sagt der Landtagsabgeordnete. Derzeit sind die Öffnungszeiten an die Situation angepasst, die Ehrenamtlichen freuen sich darauf, dass der Austausch auch in Zukunft wieder persönlich stattfinden kann.

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