Auseinandersetzung zwischen Flüchtlingen auf Eschweger Marktplatz eskaliert

Bei einer Auseinandersetzung zwischen zwei Flüchtlingsgruppen auf dem Eschweger Marktplatz erlitt ein 23-Jähriger eine Schnittverletzung.

Eschwege. Am Freitag, den 13. Oktober gegen 23 Uhr, kam es in der Flüchtlingsunterkunft in Eschwege, Stresemannstraße 7, zwischen afghanischen und algerischen Staatsangehörigen zu wechselseitigen Körperverletzungen und Sachbeschädigungen. Dementsprechende Strafanzeigen wurden gefertigt. Dies hatte dann am Samstag, den 14. Oktober, zur Folge, dass sich mehrere afghanische Staatsangehörige auf dem Marktplatz in Eschwege sammelten, um sich für den Vorfall vom Freitag zu rächen. Sie zogen dann durch den Innenstadtbereich, um ihre algerischen Widersacher zu suchen. Die Gruppen trafen aufeinander und es kam in Folge dessen zu körperlichen Auseinandersetzungen.

26-Jähriger durch Messerangriff verletzt

Dies gipfelte darin, dass ein 26-jähriger afghanischer Staatsangehöriger durch einen 23-jährigen algerischen Staatsangehörigen mit einem Messer am Rücken verletzt wurde. Die Verletzung am Rücken (ca. 30  Zentimeter lang u. 1,5 Zentimeter breite Schnittwunde) musste im Kreiskrankenhaus Eschwege genäht werden. Nach ärztlicher Versorgung wurde der Geschädigte von dort wieder entlassen.

Opfer wieder aus dem Krankenhaus entlassen

Der 23-jährige algerische Täter und ein weiterer 26-jähriger algerischer Tatverdächtiger wurden vorläufig festgenommen. Zunächst wurde durch Zeugen mitgeteilt, dass sich bis zu 40 Personen auf dem Marktplatz gesammelt hätten, dies konnte jedoch nicht bestätigt werden. An den Auseinandersetzungen nahmen ca. 15 Personen teil. Im Einsatz waren 6 Funkstreifen aus dem Kreisgebiet und 2 Funkstreifen aus Kassel. Gegen die Tatverdächtigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Weitere Ermittlungen dauern an.

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