Evangelische Familienbildungsstätte feiert 70-jähriges Bestehen

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Das Team der Evangelischen Familienbildungsstätte Mehrgenerationenhaus.

70 Jahre für Familien: Diesen besonderen Geburtstag will die Evangelische Familienbildungsstätte am Donnerstag mit vielen Gästen feiern.

Werra-Meißner - Gleich dreifachen Grund zu feiern hat die Evangelische Familienbildungsstätte Mehrgenerationenhaus, denn vor 70 Jahren wurde die Institution als Mütterschule in Eschwege gegründet. Außerdem können das 15-jährige Bestehen der ehrenamtlichen Seniorenbegleitung und das 10-jährige Bestehen von Omnibus, der Freiwilligenagentur, gleich mitgefeiert werden.

Am Donnerstag, den 7. November, gibt es zuerst um 17 Uhr einen Gottesdienst in der Marktkirche, danach geht die Feier um 18 Uhr im E-Werk weiter. „Wir wollen mit Vielen feiern. Eingeladen sind alle, die sich mit der Familienbildungsstätte Mehrgenerationenhaus verbunden fühlen, alle die zum Haus gehören oder Teil des Netzwerks sind“, sagt Gudrun Lang, die Leiterin der Evangelischen Familienbildungsstätte. 1949 gründete die Pfarrersgattin Gabriele Geß die Mütterschule mit sieben Kursen in Nähen, Säuglingspflege und Erziehung. Der Unterricht fand teilweise in Privaträumen statt.

Die Mütterschule wurde 1949 von der Pfarrersgattin Gabriele Geß als Hilfsangebot für Mütter in den schweren Nachkriegsjahren gegründet. Zuerst waren es sieben Kurse für Nähen, Säuglingspflege und Erziehung in Privaträumen.

Diese Themen gehören immer noch zu den Kursangeboten der Familienbildungsstätte. Heute gestalten 13 feste Mitarbeiterinnen, viele Honorarkräfte und Ehrenamtliche das Programm mit Kursen, Veranstaltungen und offenen Formaten. „Wir haben unser Angebot nicht nur inhaltlich erweitert, sondern auch unseren Wirkungskreis auf den gesamten Werra-Meißner-Kreis ausgeweitet, von Neu-Eichenberg bis Herleshausen“, berichtet Gudrun Lang, die Leiterin der Familienbildungsstätte. Seit 2007 ist die Familienbildungsstätte am Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus beteiligt und ist eines der vier Familienzentren im Landkreis. „Vom Säugling bis zum Hochbetagten, für alle Altersgruppen haben wir passgenaue Angebote“, sagt Birgit Elbracht, die stellvertretende Leiterin der Familienbildungsstätte.

Ein offenes Haus

Außerdem versteht sich die Familienbildungsstätte als offenes Haus. „Man kann immer zu uns kommen, auch wenn man keinen Kurs besucht, für eine Kaffeepause, um sich zu unterhalten, mit anderen Menschen ins Gespräch zu kommen oder auch, um am Geschenketisch etwas abzugeben oder mitzunehmen“, erklärt Birgit Elbracht. Die Familienbildungsstätte hat in der Zeit ihres Bestehens auch Anstoß für viele Projekte gegeben. Der aktivierende Hausbesuch für Senioren, viele Aktivitäten in der Hilfe für Geflüchtete, Angebote zum Widereinstieg in den Beruf, das Freiwillige Soziale Schuljahr und als jüngstes Projekt das Repair Café gehörten dazu. 2018 nahmen 13.000 Menschen an den rund 700 Angebote der Familienbildungsstätte teil. „Wir arbeiten hier mit einem sehr engagierten Team von Kolleginnen, Ehrenamtlichen und einer Vielzahl von Honorarkräften, die bereit sind, neue Dinge auszuprobieren. Sie engagieren sich alle mit viel Herz“, beschreibt Gudrun Lang die Arbeit der Familienbildungsstätte. Wer am 7. November mitfeiern möchte, der sollte seinen Besuch unter Tel. 05651/3377001 bei der Familienbildungsstätte anmelden.

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