Fachkräfte sichern – Ausbildung ermöglichen

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(V.li.) Mona Schellhase, Nathanael Freitag, Christoph Jost, MdB Michael Roth, David Schaefer und MdL Lothar Quanz im Beruflichen Gymnasium in Eschwege. Fotos: Liese

Das BG in Eschwege sucht für den Bereich Technik Kooperationspartner – Projekte sollen so eine Zukunft habenEschwege. Mehr Ingenieure, mehr Techn

Das BG in Eschwege sucht für den Bereich Technik Kooperationspartner – Projekte sollen so eine Zukunft haben

Eschwege. Mehr Ingenieure, mehr Techniker – kurzum mehr Fachkräfte werden benötigt. Und damit die Fachkräfte von Morgen aus dem Werra-Meißner-Kreis kommen und auch hier in den heimischen Firmen Fuß fassen können, legt sich das Berufliche Gymnasium im Bereich der Technik so richtig ins Zeug – insbesondere die Schüler. "Es ist etwas ganz Besonderes, was wir hier machen", so Schulleiter Manfred Zindel, der die Befürchtung seiner Schülerinnen und Schüler, dass aufgrund der angespannten Finanzsituation der Schulen für laufende und zukünftige Projekte nicht mehr genügend Mittel zur Verfügung stehen könnten, teilt. "Finanziert werden die Projekte bislang aus unserem Schulhaushalt und durch sehr viel privates Engagement sowie Leihgaben und Restbestände. Diese Mittel stehen uns leider nicht dauerhaft zur Verfügung", weist Zindel auf die derzeit schwierige Lage hin.

Fachkräfte vor Ort ausbilden und sichern

Davon, was am BG-Technik alles so in die Tat umgesetzt wird und wurde, konnten sich nun der Bundestagsabgeordnete Michael Roth und der Vizepräsident des Hess. Landtages, Lothar Quanz, machen. "Die, die sich hier qualifizieren, haben gute Chancen in Unternehmen zu kommen, die Fachkräfte suchen. Das, was hier betrieben wird, ist Fachkräftesicherung", so Quanz, der zusammen mit Roth die fünf laufenden Projekte ganz genau unter die Lupe nahm – und ausprobierte. So konnten die beiden Politiker sehen, wie aus einer handelsüblichen Carrerabahn ein wahres Meisterwerk der Technik wurde. "Zunächst benutzen wir ältere Rechner, die normalerweise ausrangiert werden, um die gute alte Carrerabahn in ein echtes Sportgerät zu verwandeln. Dazu wurde eine entsprechende Sensorik mit Mikroschaltern zum Anschluss an den Gameport bzw. die serielle Schnittstelle entwickelt", erklärt der Schüler Nathanael Freitag die Anfänge des Projektes.

Schüler zeigen viel Interesse und Einsatz

"Unsere Schülerinnen und Schüler zeigen immer wieder ein sehr großes Interesse an der praktischen Arbeit mit elektrotechnischen und datenverarbeitungstechnischen Unterrichtsinhalten. Dieser Umstang hat uns dazu bewogen, unsere kleine Spielzeugbahn auf ein Carrera-Profi Vier-Spur-System mit einer möglichen Streckengesamtlänge von über 120 Metern zu erweitern", freut sich der Fachlehrer Andreas Althen, der sich zusammen mit dem Projektteam das Ziel gesetzt hat, möglichst alle für den Wettkampfbetrieb notwendigen Komponenten selbst zu entwickeln und zu bauen.

Doch nicht nur an der Carrerabahn wird gelötet, programmiert und gebaut, sondern auch die anderen vier Projekte lassen sich mehr als sehen. So entwickelten die einzelnen Teams einen Elektroroller nach dem Vorbild "Segway", einen sogenannten Catch Trainer (ein Trainingssystem für American Football), die Regelung einer Windkraftanlage sowie ein IP-Car, welches über das Netzwerk gesteuert werden kann. Damit solche Projekte auch in Zukunft realisiert werden können, suchen die Beruflichen Schulen für den Bereich Technik Kooperationspartner.

Wer sich umfangreicher über die einzelnen Projekte informieren möchte, der kann dies auf www.bs-eschwege.de/unterricht/projekte tun.

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