Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf leistet hervorragende Integrationsarbeit

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Vor dem Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf von rechts: Pastor Hubertus Spill, Buergermeister Frank Hix, Landtagsabgeordneter Dirk Landau, Irina Linke-Awakjan, 2. Vorsitzende Silke Ketelsen, 1. Vorsitzende Annette Ruske-Wolf, Landratskandidat Magnus Schmagold, Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf, 2. Vorsitzende des Foerdervereins Esther Rebbig sowie die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Larisa Vernergold, Alben Prozenko und Eva Herrmann. Foto: Privat

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf zeigt sich beim Besuch vor Ort von den vielfältigen Aktivitäten beeindrucktBad Sooden-Allendorf. Anlässlich ihr

Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf zeigt sich beim Besuch vor Ort von den vielfältigen Aktivitäten beeindruckt

Bad Sooden-Allendorf. Anlässlich ihres Informationsbesuchs bescheinigte die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung für Heimatvertriebene und Spätaussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf dem Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf eine erfolgreiche Arbeit in den zurückliegenden kanpp 15 Jahren.

Nach einem Rundgang durch die Räumlichkeiten des Familienzentrums, das in einem historischen Fachwerkhaus im Stadtkern von Bad Sooden seinen Sitz hat, versicherte die Landesbeauftragte gegenüber der Vorsitzenden Annette Ruske-Wolf und den anwesenden ehrenamtlichen Mitarbeitern: "Ich weiß sehr wohl, welch hervorragende Integrationsarbeit gerade für Spätaussiedler aber auch andere Personenkreise hier im Familienzentrum geleistet wird. Die Arbeit Ihres Vereins kann sich wahrhaftig sehen lassen".

Die nordhessische Stadt Bad Sooden-Allendorf habe eine hohe Zuwanderungsrate, ein großer Teil, etwa 10 Prozent der rund 8.000 Einwohner seien Spätaussiedler. Sie hätten hier gut Fuß gefasst und würden von der Bevölkerung angenommen. Im Familienzentrum seien die angebotenen Kurse gut besucht und durch die vielfältigen Angebote fühlten sich Personen aller Altersgruppen angesprochen. Es sei damit ein Anker für ein gutes soziales Miteinander in der Region geworden.

Die zentralen Aktivitäten des Familienzentrums richteten sich auf Bildungsangebote, künstlerische Aktivitäten und kulturelle Angebote. Die breit gefächerten Angebote richteten sich an alle Einwohner der Stadt Bad Sooden-Allendorf wie auch des Werra-Meißner-Kreises unter besonderer Berücksichtigung benachteiligter Familien.

Familien würden durch die hessische Familienpolitik in vielen Bereichen des alltäglichen Lebens unterstützt. Sei es durch den Ausbau der Kinderbetreuung, den Bildungs- und Erziehungsplan für Kinder von 0 bis 10 Jahren, der die Basis für die pädagogische Arbeit in Hessen sei oder auch die vielen einzelnen Projekte, die im Rahmen der Familienpolitischen Offensive unterstützt würden. So erhalte das Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf vom Hessischen Sozialministerium seit dem Jahr 2011 eine jährliche Förderung in Höhe von 12.000 Euro.

Als Querschnittsaufgabe sei Familienpolitik immer sehr lebendig und von großer Vielfalt gezeichnet. Gute Familienpolitik könne jedoch nicht allein durch die Politik geleistet werden. Hier bedürfe es des Zusammenwirkens vieler weiterer Akteure vor Ort.

"Das Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf ist so ein Akteur, der direkt vor Ort und nah an den einzelnen Familien Angebote, Unterstützung, Beratung und noch vieles mehr bereit hält. Bei Ihrer Arbeit haben Sie stets die Bedürfnisse von Familien im Blickpunkt, so dass Sie zu einer wichtigen Anlaufstelle für Familien geworden sind. Im Familienzentrum sind viele Frauen ehrenamtlich tätig und ich freue mich, dass sich gerade auch russlanddeutsche Frauen als Kursleiterinnen von Sprach-, Koch-, und Bastelkursen für Jung und Alt ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Dafür möchte ich Ihnen auch im Namen der Hessischen Landesregierung Anerkennung und Dank sagen", so Margarete Ziegler-Raschdorf. Gerne werde sie Kontakte zu Organisationen der Landsmannschaft der Russlanddeutschen herstellen, um weitere an den konkreten Bedürfnissen der Zielgruppe orientierte Angebote zu unterstützen. "Ich bin froh, dass wir auf Vermittlung des hiesigen Landtagsabgeordneten Dirk Landau den Kontakt geknüpft haben und biete mein Büro gerne als Anlaufstelle für ihre Anliegen im Spätaussiedlerbereich an".

Im weiteren Verlauf des Besuches berichtete die Landesbeauftragte über ihre Arbeit und insbesondere das Hessische Förderprogramm "Förderung von Integrationsmaßnahmen für Spätaussiedler" und die damit geförderten Multiplikatorenprojekte. Weitere Punkte waren die Hessische Fördereinrichtung für junge Zugewanderte in Hasselroth und das aktuelle Nachqualifizierungsprojekt für arbeitslose Lehrer unter den Spätaussiedlern in Hessen. Außerdem ging sie auf das neue Gesetz zur Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die neue Härtefallregelung für Spätaussiedler im Bundesvertriebenengesetz ein.

"Dem Familienzentrum Bad Sooden-Allendorf wünsche ich eine erfolgreiche Fortführung seiner zahlreichen Projekte, damit auch weiterhin die vielfältige Unterstützung der darauf angewiesenen Menschen gewährleistet ist. Ich versichere Ihnen meine persönliche Verbundenheit und die der Hessischen Landesregierung. Danken möchte ich für die offene und partnerschaftliche Atmosphäre, die Sie mir bei meinem Besuch entgegenbringen und ich hoffe auch für die Zukunft auf eine gute Zusammenarbeit im gemeinsamen Interesse für Spätaussiedler und alle weiteren Personengruppen", betonte die Landesbeauftragte am Ende der abschließenden Gesprächsrunde.

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