Feiertag unterstellt Heppe „Hütchen-Spielerei“

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Die Mehrkosten an der Stadthalle waren gestern Streitthema im Bau- und Planungsausschuss. Foto: Winter

Eschwege. Gestern Abend tagte der Bau- und Planungsausschuss im Rathaus und wie konnte es anders sein – natürlich war die Stadthalle Thema.Eines wu

Eschwege. Gestern Abend tagte der Bau- und Planungsausschuss im Rathaus und wie konnte es anders sein – natürlich war die Stadthalle Thema.

Eines wurde dabei ganz offensichtlich: Die Mehrkosten – aktueller Stand sind 800.000 Euro – treffen die Stadt hart. Simpler Grund dafür: Die Stadt hat das Geld einfach nicht.

"Um die Wahrheit zu sagen: Wir sind aus finanzieller Sicht kaum noch handlungsfähig. Die 800.000 Euro müssen wir daher an anderer Stelle im Fachbereich ,Planen und Bauen’ einsparen", sagt Kämmerer Reiner Brill. Beispielweise könnten Kanalsanierungen zurückgestellt werden. Nicht gerüttelt werde aber an der dringend notwendigen Hochwassersicherung in Albungen.

Den von FWG-Mann Andreas Hölzel vorgeschlagenen Verkauf von städtischem Wald lehnte Brill erneut ab. "Die von Ihnen genannten 500.000 Euro, die die Stadt durch einen Verkauf gut machen könnte, sind eine Mär. Mehr als 200.000 Euro sind nicht realistisch, da der Wald bereits mit einem Buchwert von 300.000 Euro im Haushalt enthalten ist", entgegnete Brill.

Schweres Geschütz fuhr Ausschuss- und SPD-Vorsitzender Alexander Feiertag in Richtung Bürgermeister Heppe und dem Bauamt auf: " Erst die Presse, dann den Ausschuss über die Kosten und Vorgehensweise bei der Stadthalle zu informieren – das hat Geschmäckle." Und Feiertag weiter: "Das Hin- und Herschieben der Kosten gleicht einem Hütchen-Spiel."

Heppe sagte zu den Vorwürfen: "Diese Unterstellungen verbitte ich mir. Wir haben so schnell wie möglich über den aktuellen Stand und die Kosten informiert. Geplant war eigentlich, erst nach Beendigung des Rohbaus Ende April den Ausschuss und die Öffentlichkeit auf den aktuellen Stand zu bringen."

Zum Vorwurf fehlender Transparenz in Sachen Stadthalle von Grünen-Chef Lothar entgegnete Heppe: "Wir mussten doch erst verlässliche Zahlen haben, bevor wir informieren konnten."

Kritik gab’s aber weiter reichlich von Rot/Grün. So meinte Armin Jung von den Grünen: "Offensichtlich ist bei den genannten Kosten immer noch kein Deckel drauf – es wird noch teurer werden."

Und Stefan Fiege von der SPD meint: "Diese Zahlen sollen Klarheit vortäuschen und werden wieder für Unklarheit sorgen."

Fest steht aber nach gestern Abend eins: Das Restaurant und das Hotel mit 30 Betten werden erst im nächsten Jahr fertig.

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