Das Filetstück muss bekannter werden

Hier flossen die neuen Erkenntnisse bereits ein: Die neue Broschuere des Tourismusverbandes setzt auf mit grossen Bildern auf Emotionen und stellt das Image der Region komplett anders da als die Vorgaenger-Ausgaben. Foto: Winter
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Hier flossen die neuen Erkenntnisse bereits ein: Die neue Broschuere des Tourismusverbandes setzt auf mit grossen Bildern auf Emotionen und stellt das Image der Region komplett anders da als die Vorgaenger-Ausgaben. Foto: Winter

Tourismus in Eschwege, Meinhard und Wanfried: Studie deckt Schwächen auf und nennt VerbesserungenEschwege. Das Angebot des Tourismusverbandes Eschweg

Tourismus in Eschwege, Meinhard und Wanfried: Studie deckt Schwächen auf und nennt Verbesserungen

Eschwege. Das Angebot des Tourismusverbandes Eschwege, Meinhard und Wanfried ist attraktiv, hat aber noch enormes

Steigerungspotential. Zu diesem Ergebnis gelangte die Kölner "ift Tourismus-Beratung", die eine ausführliche Studie zum Ist-Zustand erstellte sowie Ziele, Maßnahmen und Strategien nannte, um den Tourismus in der Region zukunfstfähig zu machen.

Jutta Riedl, Geschäftsführerin der Touri-Info stellte die Ergebnisse heute Abend im Rathaussaal vor.

"Wir sind zu bescheiden, ducken uns eher weg, dabei sind wir keinen Deut schlechter als andere Regionen", nannte Riedl als ein Ergebnis der Studie. Folge davon sei der zu geringe Bekanntheitsgrad im Einzugsgebiet, das bis Frankfurt im Süden und Hildesheim im Norden reiche. "Wir brauchen mehr Werbung und eine bessere Vermarktung", sagte Riedl. Bisher existiere kein eigenes Marketing. Fatal, denn die tolle Natur in der Region sei kein Alleinstellungsmerkmal. "Wir müssen den Zielgruppen Argument liefern, warum sie zu uns kommen sollen und nicht in Harz oder Rhön verreisen". fordert Riedl.

Und das gehe nur mit vereinten Kräten: In Zeiten knapper Kassen, die Touri-Info muss mit 30.000 Euro weniger auskommen in diesem Jahr, sei die Zusammenarbeit mit Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung unbedingt erforderlich. "Das hat leider in der Vergangenheit gar nicht funktioniert", so Riedl.

Neben einer Vermarktungsstrategie müsse das Tourismusbewusstsein und die Identifiaktion mit dem Werratal gesteigert werden. "Wer sagt von uns schon, ich komme aus dem schönen Werratal", fragte Riedl im den vollbesetzten Rathaussaal.

Um den Tourismus zu stärken, mit dem im Jahr 2010 stolze 22,24 Millionen Euro brutto erwirtschaftet wurden (u.a. Gastronomie. 7,1, Einzelhandel 5,9 und Beherbung 4,9 Millionen Euro) und im vergangenen Jahr für 110.000 Übernachtungen in Eschwege, Meinhard und Wanfried sorgte, müsse man sich auf drei Zielgruppen fokussieren: Familien im Alter zwischen 26 und 55 Jahren mit Kindern bis 14 Jahre, Paare zwischen 25 und 50 Jahren und die sogenannten "best ager", Menschen zwischen 56 und 75 Jahren, denn die hätten viel Zeit und verfügen über das nötige Geld.

Und die alle sollen mit neuen Programmmarken gelockt werden. "Natur mit Flair", "Sportlich aktiv mit Flair" und Flair auf Kindernasenhöhe". "Unsere Stärken liegen in der Natur: Wandern, Radfahren, Wasser", so Riedl. Die gelte es auszubauen, auch durch Attraktivitätssteigerungen. Als Beispiel nennt die Studie eine Seilbahn vom Leuchtberg zum Werratalsee, einen Bootstransfer auf dem See, die Wasserskianlage für die der Investor schon bereit steht, Qualitätssteigerungen bei den Hotels und Herbergen, die Realisierung eines Ferienhausparks an Werratal- oder Meinhardsee oder auch angesagte Baumhaus-Lofts, wie sie andere Regionen bereits bieten. "Wir müssen das Rad nicht neu erfinden, vieles können wir uns abgucken, um attraktiv zu werden. Und das wollen wir mit dem touristischen Materplan bis 2020 erreichen", sagt Jutta Riedl. Und Eschweges Bürgermeister Alexander Heppe meint: "Es sind deutliche Worte gefallen, was wir besser machen können. Aber eines steht fest: Eschwege, Meinhard und Wanfried sind immer noch das touristische Fieltstück im Kreis."

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