„Der Fisch fängt am Kopf an zu duften!“

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Zum Int. Frauentag sollen Führungskräfte zum Thema "Burn-Out" informiert werden – Auftakt ist am 8. MärzWerra-Meißner. Wenn man sich t

Zum Int. Frauentag sollen Führungskräfte zum Thema "Burn-Out" informiert werden – Auftakt ist am 8. März

Werra-Meißner. Wenn man sich täglich schwach, kraftlos, müde und matt fühlt, die Arbeit zur reinen unpersönlichen Routine wird und trotz Erfolg nur noch Misserfolge sieht, dann ist es höchste Zeit etwas in seinem Leben zu verändern. "Es sind nicht mehr nur Herz- und Rückenprobleme, an denen Arbeitnehmer leiden, sondern es ist sind psyche Krankheiten, die sie in die Knie zwingen", so Harald Clement von der BKK-Werra-Meißner, der das Thema "Burn-Out" vor einigen Monaten in den Fokus genommen hat. "Die Anzahl der psychischen Erkrankungen hat sich in den letzten Jahren verzehnfacht", so Clement weiter, der zum Thema "Gesunde Unternehmen" zum Internationalen Frauentag mit im Boot ist. "Führungskräfte, die Gesundheit an ihren Arbeitsplätzen fördern, senken krankheitsbedingte Kosten", weiß auch die Gleichstellungsbeauftragte des Werra-Meißner-Kreises, Thekla Rotermund-Capar, die am Samstag, 9. März, 11 bis 14 Uhr, im Bistro Amelie in Eschwege zusammen mit der BKK Werra-Meißner einen Brunch anbietet, bei denen sich Frauen mit Führungsaufgaben umfangreich zum Thema "Burn-Out" informieren können.

"Burn-Out ist die Spitze des Eisberges", so Rotermund-Capar, die darauf aufmerksam macht, dass eine Führungskraft ihren Blick dafür schärfen muss, dass die Mitarbeiter gesund bleiben. "Mit der Veranstaltung wollen wir Unternehmen für dieses Thema sensibilisieren. Oftmals sind es die schwachen Mitarbeiter, die im Fokus stehen und nicht die, die funktionieren", macht die Gleichstellungsbeauftragte auf ein großes Problem in Unternehmen aufmerksam. "Man muss auf seine Alarmsignale achten, um seine persönlichen Belastungsgrenzen erkennen zu können", weiß Ivonne Nöhren, Business Trainerin für Team- und Personalentwicklung bei IN TOP in Eschwege, für die die Führungskraft selbst die treibende Kraft ist. "Der Fisch fängt am Kopf an zu "duften" – von daher müssen Führungskräfte es vorleben wie man mit Stress umgeht, aber auch ihre Mitarbeiter selbst davor beschützen", so Nöhren weiter. Wichtig sei vor allem ein Gespür dafür zu entwickeln wie es dem Mitarbeiter geht und Veränderungen zu erkennen, um diese dann rechtzeitig anzusprechen, so die Business Trainerin.

"Man muss den Mitarbeiter als seinen eigenen Spiegel betrachten. Denn wenn die Mitarbeiter am Rad drehen, muss ich erstmal schauen, was mit mir selbst ist", so Thekla Rotermund-Capar, die empfiehlt, sich im Alltag einfach mal kleine Wohlfühloasen zu schaffen und an sich zu denken.

Einfach mal an sich denken können Mann und Frau auch am Freitag, 8. März, 19.30 Uhr, im Werratal Kultur- und Kongress-Zentrum, denn die "Dresdner Salon-Damen" laden zu ihrer Musik der 20er, 30er und 40er Jahre ein. Unter dem Titel "Frauen sind keine Engel" startet die Veranstaltung zum Internationalen Frauentag durch. "Die Dresdner Salon-Damen sind bereits zum dritten Mal hier zu Gast", freuen sich Astrid Goebel vom Stadtmarketing Bad Sooden-Allendorf und Regine Henke vom KulturForum Bad Sooden-Allendorf über den fünfköpfigen Besuch in der Badestadt.

Wer gerne mit dabei sein möchte bei der Veranstaltung "Frauen sind keine Engel", der kann sich an folgenden Vorverkaufsstellen ein Ticket sichern: In Bad Sooden-Allendorf: Tourist Info, VIVA, Buchhandlung Vogeley; Eschwege: Biotop-Naturkost; Witzenhausen: Naturbaustoffe Erfurth. Ein Ticket im Vorverkauf kostet 15 Euro, 18 Euro an der Abendkasse.

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