Flucht gesichert

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Heutemittag wurde der Schürzebergtunnel für den Verkehr offiziell wieder freigegebenOberrieden. Für die Verkehrsteilnehmer und vor allem für die B

Heutemittag wurde der Schürzebergtunnel für den Verkehr offiziell wieder freigegeben

Oberrieden.Für die Verkehrsteilnehmer und vor allem für die Bürger des Bad Sooden-Allendorfer Ortsteils Oberrieden, fühlte sich die Bauzeit am Schürzebergtunnel wie eine Ewigkeit an.Umleitung an Umleitung hatte sich gereiht, bevor am vergangenen Freitagmittag der Tunnel und der neugebaute Fluchtstollen nach einem Jahr endlich geöffnet werden konnte.

Für die Geduld und das Durchhaltevermögen der Oberriedener bedankten sich Reiner Weil (Regionaler Bevollmächtigter Osthessen von Hessen Mobil), Ulrich Hansel (Abteilungsleiter Betrieb von Hessen Mobil), Landrat Stefan Reuß und Bad Sooden-Allendorfs Bürgermeister Frank Hix, die zusammen mit Tunnelpatin Dr. Julia Reuß, den Landtagsabgeordneten Sigrid Erfurth und Dirk Landau, dem Bundestagsabgeordneten Helmut Heiderich und Stadtverordnetenvorsteherin Silvia Börner in Anwesenheit zahlreicher Gäste offiziell das Band durchschnitten.

Sicherer Weg ins Freie

Danach ging es zur Mitte des 535 Meter langen Tunnels, der 1992 gebaut wurde, um einen Blick in den neuen zirka 240 Meter langen begehbaren Fluchtstollen zu werfen. "Bei diesen Bauarbeiten wurden die neusten internationalen Sicherheitsstandards für bestehende Straßentunnel umgesetzte", berichtet Hansel.Als weiteres wesentliches Element zur Erhöhung der Sicherheit erfolgte zusätzlich die Nachrüstung von zwei Notrufnischen und darüber hinaus wurden ebenfalls umfangreiche Instandsetzungsarbeiten an der Fahrbahn und an der Tunnelinnenschale der Hauptröhre durchgeführt.

"Für den Neubau des Fluchtstollens waren rund 170 Sprengungen notwendig und 8.000 Tonnen Ausbruchsmaterial sind angefallen", erläuterte Ronald Voigt (Teamleiter Rohbau des Kompetenzcenters Tunnelbetrieb Hessen Mobils in Eschwege).

Die Bauarbeiten begannen bereits im Juni vergangenen Jahres und wurden zunächst zeitgleich am Fluchtstollen und an der Hauptröhre durchgeführt. "Um die Zeiten für die notwenige Vollsperrung so weit wie möglich zu reduzieren, wurde an sieben Tagen in der Woche im 24-Stunden-Betrieb gearbeitet. Rund 36 Bauarbeiter waren so in Zehn-Stunden-Schichten am Tag und in der Nacht aktiv", so Voigt. Zum Ende der Arbeiten wurde die Zeit der Vollsperrung der B 27 bei Ellershausen noch für weitere Belagarbeiten genutzt, erläuterte Günther  Schmidt (Leiter Kompetenzcenter Tunnelbetrieb). "Auf den Tag genau kann man solche Bauarbeiten nicht bestimmen, aber wir sind so weiter im Zeitplan gewesen und die Gewerke haben beispielgebend zusammengearbeitet", so Schmidt und Voigt abschließend. Der Bund investierte insgesamt 5,8 Millionen Euro in die Baumaßnahme.

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