Flugzeug bei Hessisch Lichtenau abgestürzt

Die Kanzel des Flugzeugs wurde bei dem Absturz völlig zerstört. Die Kriminalpolizei von Eschwege hat weitere Ermittlungen vor Ort übernommen. Zur Klärung der Absturzursache wurden noch gestern Abend Gutachter von der für Flugunfälle zuständigen Behörde hinzugezogen.
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Die Kanzel des Flugzeugs wurde bei dem Absturz völlig zerstört. Die Kriminalpolizei von Eschwege hat weitere Ermittlungen vor Ort übernommen. Zur Klärung der Absturzursache wurden noch gestern Abend Gutachter von der für Flugunfälle zuständigen Behörde hinzugezogen.

Pilot stirbt an der Unfallstelle auf dem Bundeswehrgelände

Hessisch Lichtenau. Zu einem tragischen Unglück kam es gestern Nachmittag, als auf dem Bundeswehrgelände in Hessisch Lichtenau ein Motorflugzeug abstürzte. "Die Maschine war nur mit dem Piloten besetzt, er wurde bei dem Absturz aus der Maschine geschleudert und verstarb noch an der Unfallstelle", berichtet Stefan Schlegel, Pressesprecher der Lichtenauer Feuerwehr.

Nach ersten Erkenntnissen hatte gegen 16.40 Uhr ein Motorflugzeug einen Segelflieger vom Flugplatz Hopfelder Straße in Hessisch Lichtenau mittels eines Schleppseils in die Luft gezogen. Während sich das Segelflugzeug nach dem Start von dem schleppenden Flugzeug lösen und später auch unbeschadet landen konnte, ist das schleppende Motorflugzeug aus bislang noch unbekannten Gründen nach dem Ausklinken des Seglers nach links abgekippt, in den Sinkflug gegangen und stürzte letztlich über einem an der Hopfelder Straße angrenzenden Waldstück ab.

Die Feuerwehren Hessisch Lichtenau und Hopfelde waren gleichzeitig an der Absturzstelle und stellten unmittelbar den Brandschutz her, die Maschine hat nach dem Absturz nicht gebrannt, wegen starker Rauchentwicklung hatten Ersthelfer aber schon einen Feuerlöscher benutzt. Ein Team mit Rettungswagen und der Notarzt kümmerten sich um den Piloten, konnten aber nur noch den Tod feststellen.

"Am Einsatzort im Bereitschaftsraum waren auch die Feuerwehren Fürstenhagen und Velmeden, im Feuerwehrhaus Walburg war die Feuerwehr Walburg in Bereitschaft. Sie mussten nicht eingesetzt werden", so Schlegel weiter. 

Zwei weitere Rettungsteams kümmerten sich in der Zwischenzeit um Mitglieder des Luftsportvereins, nachfolgend wurde die Schnelleinsatzgruppe des Deutschen Roten Kreuzes alarmiert, die Psychosoziale Notfallversorgung sowie eine Notfallseelsorgerin. Nach Eintreffen der Kripo und des Luftfahrtbundesamtes rückte die Feuerwehr vom Einsatzort ab. Über 60 Feuerwehrkräfte, rund 20 vom DRK und weiter Kräfte von Polizei und Luftfahrtbundesamt waren an der Unglückstelle. Die Kriminalpolizei von Eschwege hat weitere Ermittlungen vor Ort übernommen. Zur Klärung der Absturzursache wurden noch gestern Abend Gutachter von der für Flugunfälle zuständigen Behörde hinzugezogen.

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