Förderverein soll Freibad retten

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Stadt und Bürgerinitiative suchen Mitstreiter für VereinsgründungJahrelang fristet das Freibad Bad Sooden-Allendorf ein Schattendasein. Die Besuche

Stadt und Bürgerinitiative suchen Mitstreiter für Vereinsgründung

Jahrelang fristet das Freibad Bad Sooden-Allendorf ein Schattendasein. Die Besucherzahlen stagnieren. Jetzt steht es, wenn sich bei Einnahmen und Ausgaben nichts ändert, bald vor der Schließung. Das wollen nun Bürger Bad Sooden-Allendorfs verhindern. Ein Förderverein soll gegründet werden, um das Bad zu retten. Der erste Schritt ist am Montagabend gemacht worden, die nächsten sollen folgen..

Bad Sooden-Allendorf. Die einhellige Meinung der rund 50 Anwesenden Montagabend bei einer Infoveranstaltung im Hochzeitshaus war – das Bad Sooden-Allendorfer Freibad soll bleiben.

Aber wie? Denn städtische Freibäder sind in Zeiten von Schutzschirm und überwiegend leeren Stadtsäckeln schon fast Raritäten. Negatives Beispiel bildet da die Schließung des Eschweger Freibads. Bei einem jährlichen Defizit des Allendorfer Freibads von rund 150.000 Euro, grenzt der Erhalt auch in der Kur- und Badestadt an ein Wunder.

Verein muss schnellstmöglich gegründet werden

Die Gründung eines Träger- beziehungsweise Fördervereins bis spätesten Ende 2015 soll ein Schritt in die richtige Richtung sein. In Zukunft sollen die Geschicke des Bads in die Hände des Vereins übergehen, der dann mit einem städtischen Zuschuss von 50.000 Euro auskommen soll.

Eine schon seit einigen Monaten im Hintergrund arbeitende Bürgerinitiative, geht da sogar noch ein Stück weiter. "Wir möchten so schnell wie möglich einen Förderverein gründen, um zu schauen wie ein Trägerverein in Zukunft umgesetzt werden kann", so Claus-Dieter Schidlack, der sich seit Jahren für den Schwimmsport in Bad Sooden-Allendorf engagiert.

Um dorthin zu kommen, müssen aber noch zahlreiche Mitstreiter gefunden werden, die auch im Vorstand mit anpacken. Fast alle Anwesenden haben sich an diesem Abend vorab schon in einer Liste eingetragen und ihr Interesse am Mitmachen bekundet.

"Damit wir rechtzeitig mit agieren können, müssen wir genügend Leute zusammen bekommen. Denn die Arbeit fängt erst richtig mit der Gründung des Vereins an. Diskussionen über Preisgestaltung und Tarife können und müssen wir dann führen", weist Schidlack, zusammen mit seinen Mitstreitern, auf die Wichtigkeit des Vereins hin.

Kosten runter, Einnahmen hoch

Während des Infoabends ging Bürgermeister Frank Hix, zusammen mit seinen Männern vom Fach, Bauverwaltungsleiter Helmut Franke und "Mister Freibad" Schwimmmeister Hans-Jörg Müller, auch noch ins Detail und stellte einige Zahlen, Daten und Fakten zum Betrieb des Freibads vor. Im Vordergrund stehe weiter, dass Kosten reduziert werden und Einnahmen gesteigert, brachte es Bürgermeister Hix auf den Punkt. Allein durch die Sach- und Dienstleistungen von rund 67.000 Euro werden die Einnahmen von 67.000 Euro aufgefressen. Hauptkosten sind die Personalkosten von 156.000 Euro.

"Gemeinsam mit der Bürgerinitiative wollen wir ein Konzept entwickeln, das unser Freibad zukunftsfähig macht", erklärte Bürgermeister Hix weiter. Einige Ideen, wie zum Beispiel die Ausarbeitung eines zusätzlichen Nutzungskonzept mit dem Stichwort Campingplatz, wird momentan ehrenamtlich von Dipl.-Ing. Jens Meister über die Uni Kassel erarbeitet.

Ein Gründungstermin soll noch vor der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Bads vom 13. bis 14. Juli realisiert werden.

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