Die „Först-Lady“

Die „First Lady“ des Kreises, Helga Foerst, mit ihrem kleinen Kater Oskar.  	Foto: Liese
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Die „First Lady“ des Kreises, Helga Foerst, mit ihrem kleinen Kater Oskar. Foto: Liese

Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Helga Först ist seit September die First-Lady des Werra-Meißner-KreisesWerra-Meißner. Sie ist herzlich. Sie ist e

Ehrenamtliche Kreisbeigeordnete Helga Först ist seit September die First-Lady des Werra-Meißner-Kreises

Werra-Meißner. Sie ist herzlich. Sie ist engagiert. Sie ist mit Leib und Seele bei der Arbeit. Und sie ist die "Först Lady" im Werra-Meißner-Kreis: Helga Först, die seit der Abwahl des Ersten Kreisbeigeordneten Henry Thiele im September, Landrat Stefan Reuß, auf vielen Terminen vertritt und ihm zur Seite steht. Dabei ist der rüstigen Familienmutter trotz fehlender Mobiliät kein Weg zu weit und keine Veranstaltung zu lang. Der MARKTSPIEGEL sprach aus gegebenem Anlass – der Wahl des neuen Ersten Kreisbeigeordneten am Freitag – im Vorfeld mit der "Först Lady".

Marktspiegel (MS): Frau Först, Sie sind zur Zeit die Frau hinter Landrat Stefan Reuß. Inwiefern hat sich Ihr Alltag seit der Abwahl Thieles im September verändert?

Helga Först (HF): Mein Alltag ist hektischer geworden, wobei ich das alles in allem einfach spannend finde, gerade wenn ich bei verschiedenen Terminen sprechen muss. Klar empfinde ich diese Arbeit teilweise auch als Stress, aber vor allem ist sie eine Bereicherung für mich.

MS: Aus vorhergehenden Gesprächen zeichnete sich ab, dass Sie ja zur Politik eher wie die Jungfrau zum Kind gekommen sind? Inwieweit haben Sie sich früher in der Politik engagiert?

HF: Ich bin immer ein sehr politischer Mensch gewesen. Selbst in der Schule war ich schon immer sehr aktiv. Nach dem Tod meines Sohnes bin ich dann vom Ortsvorsteher angesprochen worden, ob ich nicht im Ortsbeirat mitwirken möchte. Naja, und dann nahm eben alles seinen Lauf. Ortsbeirat, Gemeindevertretung und schließlich stand ich auf der Liste vom Kreisausschuss. Dass ich bei der Wahl tatsächlich so gut abschneiden würde, hätte ich allerdings nicht gedacht.

MS: Wie fühlen Sie sich in der Position, die Sie gerade inne haben? Sind Sie froh, wenn Sie den Job im März an den hauptamtlichen Ersten Kreisbeigeordneten wieder abgeben können oder werden Sie der Zeit hinterher trauern?

HF: Ich habe nie auf diesen Stuhl, auf dem ich sitze, hingearbeitet. Aber ich habe mich nun mit dieser Arbeit arrangiert und habe sie angenommen. Und ich muss sagen, dass es wirklich ein tolles Zusammenarbeiten mit allen Kollegen ist. Für mich spielt Parteipolitik da keine Rolle, weil es hier um Sachentscheidungen geht.

Aber generell lässt sich sagen, dass wenn man diese Tätigkeit als Last sehen würde, dürfte man sie nicht machen. Und wenn es politisch dann wieder etwas weniger bei mir wird, werden andere Sachen folgen.

MS: Es ist bekannt, dass Sie nicht nur in der Politik sehr engagiert sind, sondern sich auch für das Wohl krebskranker Kinder und deren Eltern mit Leib und Seele einsetzen. Seit wann machen Sie das und bleibt für dieses Engagement zur Zeit noch genügend Raum?

HF: Ich mache das seit 25 Jahren, muss zur Zeit aber einige Kompromisse eingehen. Mein Mann übernimmt dann eben die Termine, weil wir hier wirklich unser Herzblut hineingesteckt haben und es ein Teil unteres Leben ist.

MS: Was sind Ihre Aufgaben als "Först Lady" im Kreis? Wo sind Sie überall unterwegs?

HF: Ich übernehme Termine, die der Landrat nicht wahrnehmen kann und unterschreibe dort mit, wo zwei Unterschriften gebraucht werden. Allerdings muss ich gucken, dass ich immer alles unter einen Hut bekomme, weil ich ja auch noch im Ortsbereit und der Gemeindevertretung bin. Bei allem, was ich mache – ob es nun ein Termin bei Kaninchenzüchtern, zur häuslichen Gewalt oder etwa bei der Feuerwehr ist – mache ich es mit Herz. Ich komme gerne zu den Terminen und versuche zu zeigen, dass es nocht Leute gibt, die Politik betreiben und trotzdem noch wissen, wo sie herkommen. Alles in allem lässt sich sagen: Ich mag nicht nur die großen Tiere, sondern auch die kleinen, egal in welcher Hinsicht.

MS: Wer ist Ihr persönlicher Favorit für die Wahl am Freitag? Wird Dr. Wallmann das Rennen machen?

HF: Ich kann hierzu keinen Tipp abgeben, weil ich die anderen Kandidaten nicht kenne. Aber egal, wer letztendlich das Rennen machen wird, hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit. Das Team muss einfach stimmen, Landrat und Erster Kreisbeigeordneter. Wenn das der Fall ist, werde ich die Entscheidung, die getroffen wird, mittragen.

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