,Der Freiheitswille war stärker’

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Asbach-Sickenberg. "Die innerdeutsche Grenze bei Bad Sooden-Allendorf trennte über vier Jahrzehnte Hessen von Thüringen. Sie grenzte freiheitli

Asbach-Sickenberg. "Die innerdeutsche Grenze bei Bad Sooden-Allendorf trennte über vier Jahrzehnte Hessen von Thüringen. Sie grenzte freiheitliches Denken gegen staatliche Bevormundung ab. Doch der Freiheitswille der Mitteldeutschen war stärker als Beton und Stacheldraht, Selbstschussanlagen und Minen", begann Wolfgang Ruske, 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Grenzinformation, seine Begrüßung zur Gedenkveranstaltung zum 60. Jahrestages des Volksaufstands am 17. Juni in der DDR im Grenzmuseum Schifflersgrund Sonntagnachmittag.

Zum ersten Mal beim Volksaufstand von 1953, bäumte sich dieser Freiheitswille auf – damals noch von sowjetischen Panzern brutal unterdrückt. In der Bundesrepublik wurde dieser Tag dann friedlich und still 34 Jahre lang als "Tag der Deutschen Einheit" gefeiert, bis 1990 der 3. Oktober als neuer gemeinsamer Feiertag erkoren wurde.

Die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, Franka Hitzing, und der Vizepräsident des Hessischen Landtages Lothar Quanz, MdB Manfred Grund, Vize-Landrat Dr. Rainer Wallmann sowie für die Hessische Landesregierung Ministerin Lucia Puttrich würdigten die Ereignisse vom 17. Juni 1953 in Redebeiträgen an diesem Tag.

"Gedenktage wie dieser, sind dringend notwendig um Dinge ins Bewusstsein zu bringen, vor allem für die, die keine Zeitzeugen sind, damit sie sich ein eigenes Urteil bilden können. Und das wird  hier im Grenzmuseum möglich gemacht. Dafür gilt der Dank Wolfgang Ruske und seinem Team", sagte Ministerin Puttrich und ging in ihrer Ansprache auch auf die Wissenslücken von hunderten von Schülern im gesamte Bundesgebiet ein. "Mit dem Blick nach hinten und dem Auftrag nach vorn müssen wird die Zukunft gestalten", so Puttrich abschließend.

Kleines Highlight war an diesem Nachmittag aber auch das musikalische Rahmenprogramm. Mit toller Akustik in der noch neuen Hessenhalle, gab der Männergesangsverein "Liederkranz" aus Arenshausen, mit seinem Chorleiter Guntram Jäger, unter anderem die "Legende von Babylon" zum Besten und begeisterte die Anwesenden durch die Bank weg.

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