Gebühren-Falle: Gut kopiert und abgezockt

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Werra-Meißner/Hann. Münden. Neuer GEZ-Betrug ist täuschend echt.

Werra-Meißner/Hann. Münden. Schon öfter geisterten dubiose GEZ-Gebührenbescheide durch unsere Briefkästen. Ohne Adressaten, die Anonymität unter dem Deckmantel von ARD und ZDF versteckt und mit einer seriös anklingenden Zahlungsaufforderung.

Erst noch mit kleinen Fehlern in den Briefen, haben die GEZ-Abzocker diese nun professionell ausgemerzt und sich auch formell an das offizielle Muster der Öffentlich-Rechtlichen angepasst. Aus der verwirrenden Zahlenreihe mit über neun aneinandergereihten Stellen ist jetzt eine täuschend echte GEZ-Kopie geworden.

Lockende Versprechen 

Die Absender der neuen Betrüger-Briefe geben nun vor, für die Öffentlich-Rechtlichen zu arbeiten – und locken bei einer Zahlung bis Ende Dezember mit einem kostenfreien Quartal. "Da im Januar diesen Jahres die Rundfunkbestimmungen für ARD, ZDF und Deutschlandradio geändert wurden, möchten wir uns zum Abschluss des Jahres mit einer Aktion für das kommende Beitragsjahr bei Ihnen für die reibungslose Umstellung der Beitragsbezahlung bedanken." Die in den betrügerischen Schreiben geforderte Summe von 161,82 Euro entspricht dem tatsächlichen Betrag für eine Drei-Quartalszahlung.

Falsche Beitragsnummern 

Die neu aufgelegte Masche rief schnell die Betreiber der offiziellen Seite rundfunkbeitrag.de auf den Plan. "Diese Aktion ist frei erfunden – das Schreiben ist gefälscht”, heißt es in der Warnung. Zwar seien Farbe, Layout und Machart der Fälschung nur schwer vom Originalbrief zu unterscheiden.

Dennoch sprechen andere Details für eine Fälschung: "Die darin angegebene Kontonummer gehört nicht zum Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio. Es werden außerdem eindeutig falsche Beitragsnummern angegeben. Darüber hinaus ist das Anschreiben aufgrund seiner Formulierungen klar als Fälschung identifizierbar.” Ein weiteres Indiz: Die Formatierung, die sich vom Originalbrief stark unterscheidet.

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